2009 bis 2014

15.11.2014 Wie doch die Zeit vergeht...

Nach meinem tollen EM Erlebnis gibt es für mich Laufverbot. Ab und zu sitze ich auf der Rolle und lockere meine Beine.

Körperlich erhole ich mich sehr schnell und das Reissen nach Laufen wird von Tag zu Tag grösser. So schnüre ich nach der Laufpause voll motiviert meine Laufschuhe wieder. Gestartet wird mit kurzen, langsamen Läufen, welche ich dann stetig etwas ausbaue.

Ende September fühle ich mich bereit, dass ich in Lugano am 10km Lauf teilnehme. Eine schöne Veranstaltung gekrönt mit einem zufriedenstellendem Resultat.

Vom Tessin aus geht's dann weiter nach Lana. Für eine Woche trainiere ich in dieser schönen Gegend. Tolles Wetter, ein Hotel 1A und kulinarisch vom Feinsten. Die Woche tut mir sehr gut.

Am Sonntag, 26. Oktober reise ich zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen der Laufgruppe Cham nach Luzern an den Halbmarathon.

Seit Wochen schon freue ich mich auf diesen Anlass. Ein Heimrennen ist immer speziell schön. Dazu sind 35 Halbmarathon- 3 Marathon- und 4 5Mile-Run Läufer aus meiner Gruppe am Start. So ist Luzern für uns immer ein tolles Erlebnis.

Bei perfektem Laufwetter fällt um 9 Uhr der Startschuss. Nach gut 3 Kilometer spüre ich, dass heute nicht mein Tag ist. Die Beine fühlen sich gar nicht locker an. So werden es für mich lange nicht besonders geniessvolle 21.1km Nach 1.15.25Std. überquere ich als 2. Frau die Ziellinie. Meine Enttäuschung über die Zeit kann ich nicht ganz verbergen. Ich erhoffte mir eine etwas bessere Zeit. Aber das ist Sport und solche Tage gibt es.

Für mich wird Luzern trotzdem ein ganz spezielles Erlebnis bleiben, dass ich nie vergessen werde:

Meine ältere Schwester Andrea läuft in 1.25.53 Stunden eine klare Bestzeit und mein jüngerer Bruder Marcel beendet seinen ersten Halbmarathon in 1.27.20 Stunden.

Liebe Geschwister; Dass wir an diesem Tag alle am Lauf teilnahmen hat mir sehr viel bedeutet. Ich hoffe, wir wiederholen dieses Erlebnis wieder einmal. Sind wir doch ein bärenstarkes Trio.

02.09.2014 WOWWWW

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Endlich ist er da, der Tag wo die Entscheidung im Marathon an der EM in Zürich auf dem Programm steht. Seit ein paar Jahren ist dieser Event in meinem Kopf.

Wir schreiben Samstag den 16. August 2014.
Kurz nach 4 Uhr morgens steige ich aus dem Bett. Obwohl es noch sehr früh ist, bin ich hellwach. Nach der Morgentoilette, begebe ich mich ins Restaurant, wo ich mein Frühstück zu mir nehme. Es ist noch sehr ruhig im Hotel. Nur Fritz, das Marathonfrauen Team und ein paar Stewardessen und 2 Piloten sind bereits beim Essen.

Gestärkt ziehe ich mich nochmals ins Zimmer zurück. Checke, ob ich alles eingepackt habe, lege mich nochmals auf's Bett und konzentriere mich auf den Lauf.

Nach einer kurzen Carfahrt von Regensdorf nach Zürich, sitzen wir noch im Athletenzelt und ich esse ein Biberli.

Um 8 Uhr geht es dann Schlag auf Schlag: Kurzes Treffen mit der Familie (viel Glück und eine Umarmung) / Einlaufen / WC Stopp / Callroom / nochmals WC und dann ab Richtung Startlinie.

Der Speaker stellt das Schweizer Team vor. Da spüre ich, wie all die Zuschauer hinter uns stehen. Ein tolles Gefühl.

Dann ist es endlich soweit. Marcel schickt uns Punkt 9 Uhr bei leichtem Nieselregen auf den EM Marathon.

Von Anfang an konzentriere ich mich auf mich und mein Tempo. Nach 5km bin ich an 40. Stelle und habe meinen Rhythmus gefunden. Von da an mache ich Rang um Rang gut. Ich habe ein schönes Laufgefühl und bin erstaunt, wie ich das Auf- und Abwärtslaufen verkrafte.

Als es dann bei km 36 ich an 25. Stelle liegend das letzte Mal in die Steigung geht, kommen die schweren Beine. Aufwärts geht es noch so, doch beim Abwärtslaufen schliesst sich meine Muskulatur. Ich werde das Erste Mal von einer Athletin überholt. Unten angekommen weiss ich, nochmals zum Chinagarten und dann ins Ziel. Gut 3.5km stehen noch vor mir.

Meter um Meter kämpfe ich mich Richtung Ziel. Getragen von vielen Zuschauern, die mich anfeuern. Gut 700m vor der Ziellinie kommt nochmals einen kleinen Aufschwung. Unter sehr grossem Applaus kann ich die letzten Meter geniessen und überquere nach einer Zeit von 2.38.41 Std. das Ziel. Dies bedeutet Rang 26.

Fazit:
Meinen Schlussrang 26. gegenüber dem Melderang 39. deutlich verbessert.
Meine Meldezeit von 2:39h in Düsseldorf gelaufen unterboten, trotz sehr coupierten EM Strecke.
Mich in der Ersten Ranglistenhälfte platziert. Optimum erreicht.
Teamwertung Rang 5. Unser Melderang war der 9.

Ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich diesen Event als Läuferin erleben durfte. Es ist bis jetzt das Schönste, was ich im Sport erlebte.
Herzlichen Dank an Alle, die mich vor, während und nach dem Lauf so toll unterstützten.

Danke viel Mal für all die viel Glückwünsche und die Gratulationen.

Es war schlicht Wowwww und ich werde dieses Erlebnis nie vergessen.

Patricia

06.08.2014 Rückblick / Gegenwart / Vorschau

Rückblick
Vom 18.07. - 28.07.2014 trainiere ich im Tessin und arbeite am Feinschliff für den EM Marathon. Auf den Strassen rund um Tenero/Locarno absolviere ich ein abwechslungsreiches Programm. Ich bin froh und dankbar, dass mein Trainer mich auf dem Bike begleitet. So fallen mir die Trainings einfacher.

Neben den Trainings gönne ich mir viel Ruhe und Erholung. Kulinarisch lasse ich mich verwöhnen und die feinen Essen schätze ich sehr.

Es war einmal mehr eine wunderbare Zeit im Tessin. Ich bin überzeugt, dass ich gut gearbeitet habe und an meiner Form feilen konnte.

Gegenwart
Nun zählt für mich natürlich das Jetzt. Der Fokus ist ganz auf die EM gerichtet. Jeden Tag wächst die Vorfreude.

Die Meldeliste ist auch bekannt. 55 Frauen werden am Samstag, 16.08.2014 um 9Uhr den Marathon in Angriff nehmen. Mit meiner Qualifikationszeit bin ich an 39. Stelle. Das Feld ist sehr stark besetzt.

Mein Ziel: Am Marathon mit der bestmöglichen Vorbereitung am Start stehen und am Rennen selber mein Bestes geben. Dann habe ich das Optimum gemacht und mehr wird nicht gehen. Ich werde mein Bestes geben, die Schweiz an der EM so gut wie möglich zu vertreten. Es erfüllt mich mit Stolz, den Marathon im Schweizer Dress laufen zu dürfen.

Ich freue mich sehr auf die EM und natürlich speziell auf den Marathon.

Über jedes Daumendrücken und jede Unterstützung freue ich mich sehr. Danke viel Mal.

Zukunft
Oft werde ich gefragt, ob ich nach der EM mit dem Leistungssport aufhöre. Immerhin sei ich ja nun doch schon 40Jahre alt.

NEIN, ich werde nicht aufhören. Meine Freude und Motivation ist immer noch sehr gross. Es ist doch egal, ob man 40 oder 20Jahre alt ist.

Solange der Körper mitspielt und die Motivation gross ist, bleibe ich mit viel Freude und Begeisterung Marathonläuferin.

Ich habe nämlich auch noch ein paar Träume und heimliche Ziele, die ich gerne erreichen würde.

Eure Patricia


23.07.2014 Bern / Lauerz / Santa Susanna

Am Sonntag 15.06. reise ich zusammen mit 4 Kolleginnen der Laufgruppe Cham nach Bern an den Frauenlauf.

Punkt 11:30Uhr werden wir bei angenehmen Temperaturen und etwas Wind auf die 5km geschickt. Von Anfang an fühlen sich meine Beine nicht besonders locker an.

Nach 17:19min als 9. Läuferin überquere ich mit einer etwas unzufriedenen Miene die Ziellinie.

Mit meinen Kolleginnen erlebe ich nachdem Lauf noch ein paar schöne Stunden in Bern. Dies hilft mir meine Enttäuschung etwas zu vergessen.

Nur 2 Wochen nach dem Frauenlauf starte ich am Lauerzerseelauf über 10km. Im 2013 stelle ich an diesem Lauf mit 34:01min einen Streckenrekord auf. Dass ich nicht in dieser Form bin, ist mir vor dem Start bewusst.

Nach dem ersten Kilometer bin ich alleine. Mit den sieben Männern vor mir kann ich das Tempo nicht mitgehen und von hinten kann mir niemand helfen. So laufe ich Kilometer um Kilometer sehr regelmässig für mich alleine.

Nach 34:31min als 1. Frau laufe ich durchs Ziel. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden und sie stimmt mich zuversichtlich.

Vom 04. - 13.07. verbringe ich meine Zeit zusammen mit meinen Eltern, meiner Schwester Andrea, ihrem Sohn und meinen Kids in Santa Susanne in den Trainingsferien.

Da ich bereits schon 9 Mal dort war, kenne ich mich sehr gut aus und ich komme immer sehr gerne zurück nach Santa Susanna.

Fritz gibt mir ein schönes abwechslungsreiches Programm mit nach Spanien. Jeweils kurz nach 7 Uhr starte ich meine Trainings. Die Temperatur ist sehr angenehm.

Zwei Mal werde ich von meinem Papi auf dem Velo begleitet und vier Mal von Andrea. Wir können zum Teil die Dauerläufe zusammen absolvieren und sogar bei den Belastungstrainings kann Andrea mitmachen indem sie Teilstrecken in meinem Tempo mitläuft.

Neben den Einheiten geniesse ich die Zeit mit meiner Familie und die Ruhe.

Leider vergeht für uns alle die Zeit viel zu schnell und schon in Spanien wird besprochen, dass wir im 2015 wieder zusammen nach Santa Susanna reisen.

Spanien hat mich eine guten Schritt Richtung EM gebracht.

Liebe Eltern: Vielen Dank für Eure Unterstützung und die schöne Zeit.

Liebe Kids: Die Zeit in Spanien habe ich einmal mehr mit Euch sehr genossen.

Liebe Andrea: Vielen Dank für die Trainings, die wir zusammen absolvieren konnten. Es war mega cool. Für die Zeit neben dem Training mit Dir sage ich einfach von ganzem Herzen Danke. Eine unvergessliche wunderbare Woche die tief in meinem Herzen platziert ist.

29.04.2014 EM-Limiten-Lauf Düsseldorf

Am Freitag, 25. April reisen Fritz und ich mit dem Auto Richtung Düsseldorf. Mit 6.5 Stunden Fahrt rechnen wir; daraus werden 9.5 Stunden, weil wir 30Km im Stau stehen... und dies bei 26 Grad Aussentemperatur.
Tja, lieber heute Verspätung als am Sonntag beim Marathon.

Mein Tagesprogramm am Samstag sieht so aus: Frühstück, Footing im nahen Park, Technisches Meeting des Veranstalters mit allen Eliteläufern/Managern/Trainern, Mittagessen (Pasta), kurzer Mittagsschlaf, Kaffetrinken und letzte Besprechung des Marathons mit Fritz, Abendessen (Pasta) und dann ab ins Bett.

Am Sonntag um 5Uhr stehe ich auf. Ich muss nicht einmal aus dem Fenster schauen. Ich weiss, dass es regnet, denn ich lausche diesem Geräusch fast die ganze Nacht. Nun ist es also so, dies wird mein erster Marathon bei nicht trockenem Wetter. Ich habe mich aber in den letzten Tagen und auch jetzt gut darauf eingestellt und war "gefasst".

Nachdem Frühstück nehme ich mir kurz Zeit, für mein Mentaltraining und in mich zu kehren.

Kurz vor 8 Uhr marschieren wir knapp einen Kilometer zum Startgelände. Rund zwei Dutzend Eliteläufer haben ein Hauszelt ohne Bänke zur Verfügung und die vorgesehenen Toiletten sind abgeschlossen....! Das Einlaufen absolviere ich im selben Park wie am Vortag und nutze die Nähe des Hotels für einen WC-Stopp, Tenüwechsel und dann ist es soweit. Ich stehe 08.50h im strömenden Regen und bei 10 Plusgraden auf der Startlinie und warte auf den Startschuss. Ich fühle mich gelöst, bin bereit und nicht überaus nervös. Ich weiss einfach, wenn ich am 16. August den EM Marathon in Zürich laufen will, ist dies heute meine einzige Chance die Limite zu knacken.

Punkt 9 Uhr fällt der Startschuss!

Bereits nach 200m ist Fritz mit dem Velo neben mir; kurzer Uhr-Check... ok, etwas zu schnell und Tempo rausnehmen, dies bedeutet: vorne darfst ich nicht dem "Schnellzug" anhängen und von hinten kommt niemand. So sind Fritz und ich ab 400m mutterseelen alleine unterwegs, obwohl uns rund 4'500 Mitkonkurrenten folgen. Und dies soll die ganzen 42Km so bleiben; zeitweise wurden wir auf der sehr kurvenreichen Strecke von happigen Richtungsänderungen "überrascht"; wir mussten oft die "Blue Line" richtig suchen oder Streckenposten "fragen" wo der Marathonparcours weiter verläuft.

Unserer abgemachten Taktik bleibe ich treu, bin zwar immer noch 3 Sek/km zu schnell unterwegs, jedoch kontrolliert. 10km sind vorbei, ich fühle mich sehr gut. Den Halbmarathon absolviere ich nach 1:18:10h und habe immer noch gute Beine. Bei km 25 beginne ich zu rechnen. Ok...,das wird reichen, auch wenn ich ab jetzt etwas langsamer werden sollte. Bei km 30 bekomme ich ein Stechen in der rechten Bauch-Seite. Uii..hoffe dies dauert nicht lange, denn es schmerzt sehr. Meine Km-Abschnitte werden nun etwas langsamer. Bei km 34 sind die seitlichen Bauchschmerzen zum Glück wieder weg. Die Müdigkeit meldet sich immer stärker, trotzdem sind die Km-Zeiten immer noch "im grünen" und mein Körper fühlt sich gar nicht so schlecht an...!

Zu früh gefreut!

Bei km 38 - wie angeworfen - beginnen meine Beine enorm zu schmerzen; wie Blei fühlst es sich an. "Komm Patricia, das lassen wir uns jetzt nicht mehr nehmen; wir schaffen es," feuert mich Fritz an. So kämpfe ich die letzten Kilometer weiter.

Bei 2:39:05 Stunden überquere ich die Ziellinie am Rheinufer vor einer eher spärlichen Zuschauerkulisse.

Yes, i did it!

Trotz Regen, Pfützen, dutzenden von Kurven, U-Turns und ohne Pacemaker schaffe ich es.

Im Ziel bin ich glücklich und einfach sehr dankbar, dass es mit der EM-Limite im allerletzten Moment geklappt hat. Die Erleichterung ist gross und so kullern halt auch ein paar Freudetränen. Am Nachmittag ist es dann soweit; die Genugtuung und Dankbarkeit ES geschafft zu haben, überwiegen Müdigkeit und Beinschmerzen. Und jetzt strahlt nicht nur mein Gesicht, sondern auch vom Himmel grüssen ein paar Sonnenstrahlen.

Es war unglaublich zu spüren und zu erfahren, wie viel Unterstützung ich unmittelbar vor dem Marathon aus der Schweiz bekam. Danke für's Daumendrücken und Danke für all die Gratulationen danach. Ich war sehr gerührt und habe mich über jede einzelne Nachricht sehr gefreut.

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Im September 2013 nach der Diagnose des Aerzte-Teams an der Crossklinik in Basel wussten wir, dass erstens die Achillessehnen-Operation gut verlaufen muss und dann in der Folge alles medizinisch, trainingsmässig und mental stimmen muss und ja nichts mehr dazwischen kommen darf, sollte ich die EM-Limite bis zum 27. April 2014 (Ende der Selektionsperiode) unterbieten!

Das alles ist nun eingetroffen! Ich bin sehr glücklich und froh!

Danke an alle, die mich die letzten Monate begleitet und in irgendeiner Form unterstützt haben. Es ist unglaublich, was ich alles erleben durfte; eure Teilnahme war riesengross.

Ich kann unmöglich alle namentlich aufzählen, aber drei Personen möchte ich hier erwähnen. Von ganzem Herzen sage ich drei Männern danke, welche mich so toll begleitet und behandelt haben. Ohne Euch wäre ich nie so weit gekommen.

Ihr habt IMMER an mich geglaubt.

Dass ich es geschafft habe, ist auch Euer Verdienst.

Danke Andi Gösele & Team (Arzt)
Danke Hans Bruggemann & Team (Physio)
Danke Fritz Schmocker (Trainer)

16.04.2014 Osterlauf Kiebingen

Am Samstag, 12.04. reisen Fritz und ich nach Kiebingen an den Osterlauf. In Kiebingen werden wir von den Organisatoren herzlich empfangen. Ich bekomme sogar eine Garderobe für mich alleine.

Um 14 Uhr bei leichtem Wind und ca. 20 Grad stehen alle Läufer/innen an der Startlinie. Zuerst werden ein paar Läufer vorgestellt. Kurze Zeit später fällt der Startschuss. Alle versuchen die Strecke von 10km (amtlich vermessen) so schnell wie möglich hinter sich zu bringen.

Schon nach gut 500m sieht das Feld so aus: Alleine in Front ein Läufer, dann eine 5er Gruppe und dann komme bereits ich alleine. Die Gruppe ist mir aber etwas zu flott unterwegs. So laufe ich meinen eigenen Rhythmus. Ab vier Kilometer begleitet mich Fritz auf dem Velo.

Bis KM 5 kann ich noch zwei Läufer überholen. Bei der Hälfte zeigt die Uhr 17:22min an. Schritt für Schritt geht es weiter. Nach einer kleinen Krise bei KM 7 kann ich mich wieder fangen. Der 10 KM ist sogar mit Abstand der Schnellste.

Im Ziel werde ich lautstark mit Hopp Schwyz empfangen. Die Uhr bleibt bei 34:44min stehen. Dies bedeutet Streckenrekord. Vor mir sind nur gerade drei Männer klassiert.

Mit dem Rennen und der Zeit bin ich zufrieden. Mein Laufgefühl empfand ich jedoch in Cannes etwas besser.

Was mich noch freut, meine Zeit von Cannes 34:25min bedeutet in der aktuellen Europäischen Bestenliste (2014) über 10km Strasse den 33. Rang.

Nun werde ich mit dem Training wieder runterfahren. Am 27. April absolviere ich mein nächstes Rennen: Marathon in Düsseldorf!

05.04.2014 Zürich Marathon

Wegen einer Erkältung muss ich leider auf den Marathon in Zürich am 06.04.2014 verzichten.
Nun werde ich am 27.04.2014 in Düsseldorf einen Marathon absolvieren.

20.03.2014 Trainingslager

Sehr ungewöhnlich für mich, reise ich innerhalb kurzer Zeit zwei Mal nach Portugal ins Trainingslager.

Am Montag, 03.03. hebt der Flieger ab Richtung Portugal und am Freitag, 14.03. kehre ich zurück in die Schweiz.

Ein kleiner Einblick in meine 10 Trainingstage:

Wetter: 10 - 24 Grad, immer trocken, Wind von 5 - 24km/h
Massage: 2 Mal 30 Minuten
Velo: 4 Mal 30 Minuten auf dem Hometrainer
Läufe: von 5 - 35 Kilometer auf flachen bis sehr coupierten Strecken
Kulinarisch: sehr gut
Jass Stand: 38 zu 76 für Fritz/Patricia oder Patricia/Fritz

Dass ich nochmals in ein Trainingslager konnte, verdanke ich einem guten Umfeld.
An dieser Stelle ein grosses DANKE an:
- Meiner Tante Lucia und Schwester Andrea, dass die Kinder zu Euch zum Essen kommen durften.
- Meinem Mann Andy, dass er 10 Tage das Zepter zu Hause übernommen hat.
- Meinen zwei Kinder, dass ihr nochmals 10 Tag auf mich verzichtet habt. (Ich schätze dies sehr und bin Euch dankbar)

Ein grosser Dank geht an meinen Trainer Fritz. Du hast mich alle Einheiten auf dem Velo begleitet, hast mich motiviert, wenn es mal nicht so lief und Dich mit mir gefreut, wenn wir eine super Einheit auf die Strasse legten.

Danke auch für die Zeit zwischen den Trainings. Für das Fachsimpeln über den Sport, die Gespräche über Gott und die Welt, das Kartenspielen aber auch dass wir einfach die Ruhe geniessen konnten.

26.02.2014 Trainingslager und Standortbestimmung

Vom 31.01. - 14.02.2014 verbringe ich mit vielen Läufer/innen 2 Wochen im Trainingslager in Portugal. Es ist nun bereits das 5. Jahr, dass es mich im Februar nach Monte Gordo zieht. Es ist jeweils ein ''nach hause'' kommen. Ich fühle mich sehr wohl in Portugal.

Alle meine Trainings kann ich planmässig absolvieren und mit den Trainingsresultaten bin ich sehr zufrieden.

Zwischen und nach den Trainingseinheiten ist gemütliches Beisammen sitzen, Karten spielen, TV schauen (wir haben sehr mit unseren Schweizer in Sotschi mit gefiebert) etc. angesagt.

Ein grosses Dankeschön spreche ich an dieser Stelle Fritz für's Organisieren, Werner für's Massieren und meinen Gspändli für's Mittrainieren aus.

Es war einmal mehr wieder sehr schön in Portugal.

Am 22.02. reisen Fritz und ich mit dem Auto nach Cannes. Wir stellen uns dem ersten Rennen im 2014. Es soll eine Standortbestimmung sein.

Punkt 9 Uhr am 23.02. fällt dann bei sehr guten Wetterbedingungen der Startschuss. 10km sind zurück zu legen. Mein Plan ist, dass ich mich von Anfang an auf mich konzentriere und meine Pace laufe. Dies gelingt mir sehr gut.

Nach 34:24min überquere ich als 2. Frau die Ziellinie. Diese Zeit stimmt mich sehr zuversichtlich und macht mich glücklich. Es zeigt uns, dass wir auf einem guten Weg sind.

Es war einfach herrlich in Cannes. Bei warmen Temperaturen dem Meer entlang zu laufen, dem Rauschen des Meeres zu zuhören und dann noch eine gute Zeit... was will ich mehr.

Ich bin sehr happy und dankbar, dass es mir so gut geht.

06.01.2014 Jahresrückblick

Das Laufjahr 2013 ist zu Ende. Es war ein Sportjahr mit vielen Hochs und einem sehr grossem Tief. Im Februar ging es für 2 Wochen ins Trainingslager nach Portugal und im April gleich nochmals für 10 Tage. Beide Male kehrte ich mit einer guten Form zurück in die Schweiz.

5 Mal stand ich zwischen März und Juli 2013 am Start. Alle Rennen liefen mir sehr gut und ich erzielte tolle Resultate.

Meine WM Vorbereitung verlief wunschgemäss. Doch dann passierte es. Am 31.07. wollte meine Sehe nicht mehr und mein grosser Traum ''WM'' platzte. Was ich vom 01.08. bis Ende Jahr durchlebt habe, kann man in früheren Berichten lesen.

Sportlich war das halbe Jahr von Juli bis Dezember das härteste, was ich bis jetzt erlebt habe. Trotz harter Zeit darf ich aber auch sagen, dass es sehr lehrreich war. Meinen Körper kenne ich noch besser, als vorher.

SM Silbermedaille und zwei Streckenrekorde
An der 10km Strassen SM erreichte ich nach 34:13min das Ziel. Dies reichte zur Silbermedaille. Beim Frauenlauf in Bern über 10km und am Lauerzersee-Lauf ebenfalls über 10km stellte ich neue Streckenrekorde auf. Die 34:01min in Lauerz bedeuten Ende Jahr Rang zwei in der Schweizer Saisonbestenliste 2013.

Herzlichen Dank
Bei allen, die sich mit mir über meine Erfolge gefreut haben und die mich in meiner harten Zeit so toll unterstützt haben bedanke ich mich. Meinen Sponsoren für die materielle und finanzielle Unterstützung.

Vorschau aufs 2014
Seit über drei Jahren arbeite ich auf das Projekt "EM Zürich 2014" hin. Trotz meiner langen Verletzung ist und bleibt die EM im 2014 mein grosses Ziel. Im Moment geht es mir den Umständen entsprechend gut. Mit einer verkürzten und etwas anderen Vorbereitung hoffe ich, dass ich mich bis Ende April für das Marathon-Schweizerteam qualifizieren kann.

Es gibt aber noch andere Ziele im 2014. Hoffe ich auf gute Zeiten von 10km bis zum Marathon.

Ich freue mich, dass heute die Marathonvorbereitung beginnt. Ich hoffe, dass meine Gesundheit mitspielt und ich eine erfolgreiche Saison vor mir habe.

18.12.2013 Test bestanden

Am 15.12.2013 reise ich mit etwas gemischten Gefühlen nach Zürich.

Einerseits freue ich mich sehr auf den Lauf, anderseits habe ich Respekt, denn ich weiss nicht wie sich die Sehne verhält.

Um 18:35Uhr fällt der Startschuss für über 2500 Run for Fun Läufer/innen. Von Beginn weg schaue ich auf niemanden, laufe einfach mein Tempo. Ca. 30m vor mir sind zwei Läufer und einer direkt neben mir.

Ich laufe sehr regelmässig und konzentriere ich auf die Strasse. Nach gut 3km schliessen wir auf die beiden führenden Läufer auf....
... doch dann bei gut 3.5km stehe ich vor einer Wand. Wir sind auf die hinteren Läufer/innen aufgelaufen, welche noch in ihrer ersten Runde sind! Von da an geht es gar nicht mehr mit Laufen. Es ist nur noch ein Slalom und stopp and go; ich muss das Tempo stark drosseln, um mich durch die Läufer zu schlängeln.

Nach einer Zeit von 19:13min bleibt die Uhr stehen.

Welche Bilanz ziehe ich aus dem Rennen?
Meine Sehne hat den Test bestanden. Keine Schmerzen: Einfach noch ein etwas komisches Gefühl in der Wade.

Ich hätte nie gedacht, dass ich so kurz nach Wiedereinstieg ins Laufen bereits einen Wettkampf absolvieren kann.
Ich weiss nun, wo im Moment meine Grenzen sind. Bin aber auf einem guten Weg.

11.12.2013 Start am Silvesterlauf in Zürich

Am Sonntag, 15.12.2013 starte ich am Silvesterlauf in Zürich.
Um 18:35Uhr fällt für mich der Startschuss bei den Run for Fun Kategorie über 5km.

Weshalb starte ich?

Nach einer langen, mehrwöchigen Durststrecke ohne Lauftraining und mental harter Zeit, möchte ich im 2013 nochmals eine Startnummer tragen und so einen Schlussstrich unter meine Verletzung ziehen.

Mir ist bewusst, dass ich nach nur 3 Wochen beschwerdefreiem Lauftraining (noch) nicht eine Superzeit laufen kann.

Ich freue mich aber jetzt sehr auf den Zürcher Silvesterlauf und vor allem, dass ich wieder mal auf der anderen Seite der Abschrankung sein darf.

Vorfreudige Grüsse Patricia

22.11.2013 mein neuer Freund

Nach meinem ersten Schmerz am 31.07. realisiere ich, dass es wohl eine längere Zeit ohne Laufen geben wird. Wie überbrücke ich die Zeit und ersetzte ich das Laufen?

Aquajogging liegt mir nicht. Also gibt es nur noch eine Möglichkeit.

DAS VELO

Ich spanne mein Rennvelo auf die Rolle und absolviere mein erstes Training. 30min dauert diese Einheit. Schweissgebadet und müde bin ich, doch es ist nicht mal schnell. Oh je, wie soll ich mich bloss mit Velofahren anfreunden? Ich betrachte mein Rad und denke: "Ich glaube nicht, dass wir Freunde werden."

Nach ein paar Tagen zügle ich meinen Möchtegern-Freund vom Keller in die Stube, da fühle ich mich schon einmal etwas wohler.

Will ich mein Ziel EM Zürich 2014 nicht aus den Augen verlieren, bleibt mir nichts anderes übrig, als immer wieder auf das Velo zu steigen und zu radeln.

Von Tag zu Tag steigere ich die Zeit und die Intensität. Unglaublich wie schnell ich Fortschritte mache und mich immer mehr für das Velofahren begeistern kann. Schon bald kann ich von Training sprechen und nicht nur von Zeit überbrücken und fit halten. Die Sympathie zu meinem Velo wird immer grösser. Ich kann sogar sagen, dass ich richtig Spass bekomme. Ist da so etwas wie eine Freundschaft entstanden?

Anstelle von Laufpläne schreibt mir mein Trainier Fritz Velopläne. Am Anfang schmunzeln wir. Einlaufen wird zu Einfahren und Auslaufen zu Ausfahren. Wir arbeiten nicht mit km/h sondern mit Umdrehungen. Fritz und ich sind auch auf dem Velo ein gutes Team und freuen uns über jedes geglückte Training.

Inzwischen sind 10 Wochen Velotraining vergangen. Am Montag, 18.11. nach 14 Wochen Laufverbot darf ich endlich wieder einmal auf das Laufband stehen und 10min traben. Was für ein tolles Gefühl.

Bis ich mich wieder Läuferin nennen kann, wird es noch eine Zeit dauern. Bis dahin werde ich noch viel auf meinem Velo sitzen und Umdrehungen abspulen. So wie es aussieht, werde ich auch danach ab und zu aufs Velo steigen und so alternativ mein Training ergänzen.

Ich bin froh, konnte ich mich schnell mit dem Velofahren anfreunden und habe in meinem Rennvelo einen neuen Freund gefunden.

Danke für die vielen Stunden, die wir zusammen verbringen dürfen. Dank Dir habe ich den Glauben, die Hoffnung und die Motivation für mein grosses Ziel im 2014 nie verloren.

13.10.2013 Zwischenbericht nach Operation

Seit meiner Operation sind bereits 4 Wochen vergangen...!

2 Tage nach der Operation darf ich mit Krücken und Künzli-Schuhen das Spital in Basel humpelnd verlassen. Zu Hause merke ich schon sehr schnell, dass es für mich eine grosse Herausforderung wird, den täglichen Haushalt "zu schmeissen", lebe ich doch in einem vierstöckigen Einfamilienhaus.

Die erste Woche verbringe ich sehr viel auf dem Sofa und lagere mein Bein hoch. Sobald ich aufstehe, schmerzt mein Fuss stark. Mit Krücken kann ich im Haushalt eh nicht viel machen. Mein Ämtli ist das Kochen. 2 Mal gehe ich in die Physio, wo ich sehr sachte behandelt werde.

Anfangs der 2. Woche lege ich die Krücken unters Bett. Nun bin ich etwas mobiler. Das Gehen mit dem Künzli-Schuh ist aber speziell und unbequem. Zum Glück kann ich nun schon ein paar kleinere Aufgaben mehr übernehmen. Da die Schmerzen aber immer noch stark sind, sobald ich aufstehe, verbringe ich immer noch sehr viel Zeit auf dem Sofa. Weiter steht Physiotherapie auf dem Programm; diese ist immer noch sehr passiv.

Genau 2 Wochen nach der OP, werden in Basel die Fäden gezogen. Mein Arzt ist mit dem Resultat sehr zufrieden. Dr. Farkas erklärt mir, was er genau operativ gemacht hat.

In der dritten Woche nehmen die Schmerzen endlich ab. Aus dem sehr grossen Druck, wird ein starkes Ziehen. Doch dieses ist viel besser auszuhalten. Die 2 folgenden Physiotherapien werden aktiver. Ab anfangs dritter Woche schmeisse ich den Haushalt wieder ganz alleine. Dazwischen verbringe ich immer noch sehr viel Zeit auf dem Sofa, da ich mir immer noch viel Ruhe gönnen muss.

In der vierten Woche geht es wieder etwas besser. Meine 2 Therapien sind nochmals etwas aktiver. Mein Therapeut ist sehr zufrieden mit mir. Die Zeit auf dem Sofa wird aber leider nicht kürzer.

Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange das Sofa hüten muss und dass das Ganze so langsam vorwärts geht.

Wie geht es mir zur Zeit physisch: Sobald ich mich bewege, habe ich immer noch einen starken Zug in Wade und Sehne. Jeden Tag geht es aber um Millimeter weiter. Es ist aber eine Knochenarbeit und es braucht enorm viel Geduld. Marschieren ohne Künzli-Schuh kann und darf ich nur ganz vorsichtig im Wohnzimmer.

Wie geht es mir sportlich: Zum Glück darf ich Velofahren. Mein Rennvelo habe ich auf der Rolle im Wohnzimmer aufgestellt. Mit je einem Adidas- und einem Künzli-Schuh strample ich meine Runden. Es ist für mich spannend zu sehen, wie ich in den gut 3 Wochen auf dem Velo bereits sichtbare Fortschritte gemacht habe. Das Rad wird aber noch lange mein Sportgerät bleiben. Wann ich wieder laufen darf, weiss ich noch nicht; und wenn ich dann wieder laufen darf, werde ich noch viel mit Radtraining kompensieren müssen.

Wie geht es mir mental: Tja, da fahre ich oft Achterbahn. Es gibt Tage, da bin ich optimistisch und denke positiv in die Zukunft; es gibt aber auch sehr viele Tage, da fliessen die Tränen und ich denke mir, wann kommt es endlich wieder... .

In den nächsten Wochen brauche ich sehr viel Geduld, harte Arbeit, so dass es immer wieder in ganz kleinen Schritten vorwärts geht und weiterhin werde ich viel Zeit auf dem Sofa verbringen müssen. (Dort fühle ich mich nach wie vor am wohlsten.)

Ich bin aber glücklich und dankbar über jeden noch so kleinen Fortschritt.

Herzliche Grüsse vom Sofa aus Cham!

09.09.2013 Patricia Morceli muss operiert werden

Die Marathonläuferin Patricia Morceli (Laufgruppe Cham) muss sich einem operativen Eingriff unterziehen. Die 39-jährige Langstreckenläuferin, die im August kurzfristig auf den Start an der WM in Moskau (Russ) verzichten musste, leidet an einer Teilruptur der Achillessehne.

Die kurz vor der WM akut aufgetretenen Schmerzen im linken Bein waren Mitte August der Grund für das kurzfristige Forfait an der WM in Moskau. Die danach konservativ durchgeführte Therapie zeitigte keine Besserung, weshalb weitere Abklärungen an der Crossklinik in Basel nötig wurden. Die Diagnose der Ärzte ergab aufgrund einer Magnetresonanztomographie die Teilruptur der Achillessehne. Ein operativer Eingriff ist nicht mehr zu umgehen; dieser wird am kommenden Donnerstag, 12. September am Merian-Iselin-Spital in Basel vorgenommen.

Die Europameisterschaften im August 2014 in Zürich sind und bleiben weiter das erklärte Ziel der Innerschweizerin, die eine persönliche Bestzeit von 2:35:31 Stunden ausweist.

26.08.2013 Moskau

Anfangs Mai starte ich mit meiner mehrwöchigen intensiven Marathonvorbereitung. Die Trainings kann ich planmässig absolvieren. Am 26.07. schliesse ich sie mit sehr guten Trainings- und Testresultaten ab.

In den letzten zwei Wochen vor der WM ist die Taperingphase angesagt. Am 31.07. bei einem lockeren, kurzen Dauerlauf schnürt es mir die Wade zu und die Achillessehne beginnt zu schmerzen.

Vom 01.08. bis 09.08. absolviere ich eine intensive Physiotherapie und bekam eine absolute Laufpause verordnet. Ich weiss zu diesem Zeitpunkt, dass die Chance an der WM zu laufen sehr gering ist. Meine medizinischen Betreuer machen mir aber Mut und Hoffnung, dass es bis zum Marathonstart klappt; mit diesen Vorzeichen reise ich in Absprache mit den Verbandsverantwortlichen am 07.08. zusammen mit der Schweitzer Mannschaft nach Moskau.

Am Freitag, also einen Tag vor dem WM-Marathon, absolviere ich ein Testtraining von 30 Minuten Dauer. Doch schon nach wenigen Metern ist klar, dass ich die Schweizer Farben definitiv nicht vertreten kann. Die Schmerzen sind zu stark; ich muss Forfait erklären!.

Da ich von Anfang an vorhabe die ganze WM in Moskau zu bleiben, ändere ich nichts an diesem Plan und verbringe noch weitere 10 Tage in der russischen Hauptstadt. Ich schaue mir die Wettkämpfe an und feuere meine Kollegen/innen im Stadion und am Strassenrand an. An dieser Stelle nochmals ein grosses Bravo an alle Schweizer Athleten/innen.

Für mich gibt es in Moskau weiterhin tägliche Physio-Sitzungen; das verletzte Bein muss aber geschont und entlastet bleiben. Am Montag, 19.08. reise ich dann mit dem Team und leider ohne gültiges Resultat zurück in die Schweiz.

Nur einen Tag später werde ich in Basel gründlich untersucht. Nun kenne ich den Ursprung meiner Verletzung. Mein ISG funktionierte (vermutlich schon längere Zeit) nicht richtig. Dies gab eine Kettenreaktion im linken Bein (Muskeln, Gefässe und Nervenbahnen). Der Schwachpunkt war dann die Wadenmuskulatur und die Achillessehne, welche sich stark entzündete.

Da nun eine genaue Diagnose gestellt werden konnte, kann ich ab sofort gezielt behandelt und therapiert werden; es braucht viel Zeit und Geduld.

Für mich war Moskau mental das Härteste, was ich im Sport bis jetzt erlebt habe. Ich war in einem Tief, es brauchte viel Energie und Kraft.

Wer mich aber kennt weiss, dass ich eine Kämpferin bin und wieder zurückkomme. Mein Ziel ist und bleibt "Zürich EM 2014"!

Von Herzen bedanke ich mich beim Swiss Athletics Medical Team, welches mich in Moskau so toll betreut hat. Bei meinem Trainer Fritz, der mich aus dem ersten Tief herausholte. Bei meiner Familie, die mich in Moskau etwas ablenkte. Bei allen Freunden, Verwandten und Bekannten, für die vielen lieben Worte. Ein ganz grosses Dankeschön spreche ich meiner Laufgruppe aus. Vielen Dank für Eure Anteilnahme. Am Dienstag kam ich nach eurem Gruppentraining einmal mehr wie ausgewechselt nach Hause und das Lachen ist auch auf mein Gesicht zurückgekehrt. IHR Gelben seid einfach spitze.

Ich freue mich, wenn ich bald wieder positivere News auf dieser Seite posten darf.
Bis bald Eure Patricia

30.06.2013 Lauerzerseelauf


Am Freitag, 28. Juni stehe ich, das letzte Mal vor der WM in Moskau, am Lauerzerseelauf an der Startlinie. Ich bin etwas angespannt, freue mich aber sehr auf die 10km.

Nach dem Startschuss läuft eine 8-köpfige Männergruppe ein hohes Tempo an. Ich weiss, dass ich da nicht mit darf. So reihe ich mich mit einem Abstand zur Spitze in der 2. Gruppe ein.

Der 2. Kilometer ist dann viel zu langsam und so erhöhe ich das Tempo. Keiner meiner Gruppe versucht die Pace mitzugehen. Deshalb konzentriere ich mich auf mich, mit dem Blick immer zur Spitzengruppe. Von Kilometer zu Kilometer komme ich der Spitzengruppe näher. Bei Rennhälfte fühle ich mich immer noch gut. Konnte die Kilometerzeiten sogar etwas verkleinern.
Bei km 8 ist es dann soweit. Ich schliesse zu einem Teil der Männergruppe auf. Die letzten 2 km absolviere ich dann noch mit 3 Männern.
Im Ziel bleibt die Uhr bei 34:01.6min stehen. Dies bedeutet: Sieg Overall, Streckenrekord um beinahe 5min unterboten und Schweizer Saisonbestleistung.
Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Speziell wie die Zeit zu stande kam. Musste ich doch lange alleine laufen. Sehr schön ist, dass ich gegen Ende immer schneller wurde.

Neben meiner sportlichen Leistung gibt es aber noch andere schöne Erinnerungen an diesen Wettkampf:

22. Läufer/innen aus meiner Gruppe nehmen am Rennen teil. Alle laufen super Zeiten. Es ist das erst Mal, dass mein Papi Pius, meine Schwester Andrea und ich am selben Rennen teilnehmen. Unser Papi steht nach sehr vielen Jahren wieder einmal an einem Start. "Papi", Andrea und ich, "sind mächtig stolz auf Dich."
Ich bin sehr glücklich, dass ich diesen Anlass mit Euch erleben durfte. DANKE

24.06.2013 Frauenlauf

Am Samstag, 08.06. reisen Aishah und ich mit dem Zug nach Bern. Auf geht's zu unserem Tochter/Mami Wochenende mit dem Frauenlauf integriert.
Wir geniessen einen gemütlichen Samstagnachmittag und Abend in Bern bevor es dann am Sonntag zur Sache geht.

Klicken zum vergrössern Klicken zum vergrössern Am Sonntag stehe ich früh auf, nehme das Frühstück zu mir und laufe mich warm. Das Wetter zeigt sich von der guten Seite.
Punkt 10 Uhr fällt der Startschuss für uns 10km Läuferinnen. Es gilt 2 Mal eine Runde à 5km zurück zu legen. Bereits nach wenigen Metern laufe ich alleine an der Spitze. Ich versuche mich auf jeden einzelnen KM zu konzentrieren. Die erste Runde läuft mir noch gut doch auf der 2. Runde zieht sich die Thunerstrasse sehr. Die letzen 500m kann ich dann richtig geniessen. Die Zuschauer tragen mich unter grossem Applaus ins Ziel. Mit der Zeit von 35:15min verbessere ich meinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahre 2008.

Im Ziel findet die Flowerzeremonie statt, dann darf ich noch ein paar Interviews geben und es werden Fotos gemacht.

Das weitere Programm seht so aus: Blumen ins Hotel bringen, umziehen, einen Espresso trinken und dann hole ich meine Tochter bei meiner Familie ab.
Nach einem kurzen Aufwärmen stehe ich dann zusammen mit Aishah um 11:30Uhr wieder an der Startlinie. Ich bin überrascht, wie gelassen und locker Aishah da steht. Hat sie doch noch nie eine Distanz von 5km am Stück absolviert.
Schulter an Schulter im Gleichschritt laufen wir die 5km. Viele Hopp Morceli's Zurufe hören wir von den Zuschauern. Die letzen 50m werden sogar noch im Spurt absolviert. Nach 20:24min bleibt die Uhr für Aishah stehen. Dies bedeutet in Ihrer Kategorie den 4. Rang.
Emotionell ist es für mich etwas vom Schönsten. Mit der Tochter den Lauf zu absolvieren und sich dann zusammen über das Geleistete zu freuen. Aishah, Mami ist stolz auf Dich. Dieses Erlebnis werde ich nie vergessen. Danke für die 2 schönen Tage, die wir zusammen erlebten.

Ein Dankeschön geht an dieser Stelle auch:
An den Organisator. Der Frauenlauf ist immer top organisiert.
An meinen Trainer Fritz, der uns zwei so wunderbar betreut hat.
An mein Mami und meine Schwester. Sie verbrachten den ganzen Tag in Bern und unterstützten uns vom Rand aus. Ihr habt uns eine grosse Freude bereitet.

21.05.2013 GP Bern

Wenn man vom GP liest und spricht, hört man immer, das seien die 10 schönsten Meilen. Es sind aber auch 10 anspruchsvolle Meilen. Beiliegend eine Grafik:









Die Grand-Prix Strecke ist relativ stark coupiert. Während gleich nach dem Start das Runterlaufen zum Bärengraben wartet, steigt die Strecke bereits in der Berner Altstadt bis zum Zytglogge wieder an. Auch in der Streckenmitte im Dälhölzliwald und bei Kilometer 12 sind die relativ lang gezogenen Steigungen nicht zu unterschätzen. Als eigentlicher Heart-Break-Hill gilt der Aargauerstalden ein Kilometer vor dem Ziel.

So reise ich am Pfingstsamstag mit dem Ziel nach Bern, die 10 schönsten Meilen zu geniessen und die 10 anspruchsvollen Meilen zu besiegen.

























Dieses Jahr ist auch noch ein ganz spezieller Läufer am Start. Kein geringerer als der super Langstreckenläufer Haile Gebrselassie nimmt das erste Mal am GP teil. Es ist gewaltig, was ein solch super Athlet bewirken kann. Viele Zuschauer kommen und wollen Haile anfeuern. Auf der ganzen Strecke werden Plakate mit dem Namen Haile hochgehalten. Auch ich ziehe den Hut vor Haile. Unglaublich, was er in seiner langen Karriere alles erreicht hat und wie schnell er immer noch läuft.

Punkt 15:53Uhr wird das Elitefeld der Frauen bei warmen und windigen Bedingungen auf die Strecke geschickt.
Das Tempo ist von Anfang an sehr hoch. Bei km 4 muss ich 4 Gegnerinnen ziehen lassen. Von da an bin ich auf mich alleine gestellt und laufe ein einsames Rennen. Das ständige Auf und Ab ist ganz schön anstrengend und ich finde nie richtig meinen Laufrhythmus. So versuche ich mit der Distanz zu spielen. Kilometer um Kilometer vergehen. Je näher ich dem Ziel komme, desto mehr Zuschauer säumen den Strassenrand. Die letzten 3km sind dann einfach gigantisch: Die Beine werden immer schwerer und die Zurufe immer lauter.
Nach 58:45min als Gesamt 5. und 2. Schweizerin überquere ich die Ziellinie.

Spät abends kehre ich nach Cham zurück mit dem Resultat, die letzten 3km sehr genossen zu haben und die Strecke besiegt zu haben. Am heutigen Tag dank meinem Willen und meinem Kämpferherzen.

Meine speziellen Momente am GP
1. Bei km 9.5 werde ich von Haile überholt. Die Männer und das ganze Feld starten 7 min nach den Elite Damen. Dies ist wohl ein einmaliges Erlebnis, dass ich von Haile überholt werde. Beeindruckend wie leichtfüssig Haile läuft. Haile gewinnt das Rennen mit über 2:30min Vorsprung.
2. Die super Stimmung am Strassenrand. Einfach atemberaubend.

Danke dem OK für die tolle Organisation, danke allen Zuschauer für die super Unterstützung und danke meiner Familie/Verwandten/Trainer, die nach Bern reisten.

09.05.2013 Luzerner Stadtlauf

Top 10 und Startschuss

--> TV Interview

Am Samstag, 27.04. nehme ich zum ersten Mal am Luzerner Stadtlauf teil. Leider ist es an diesem Tag regnerisch und nur gerade 9 Grad warm.

Pünktlich um 20:36 Uhr werden wir auf die 4.25km lange (für mich sehr kurze) Strecke geschickt. Das Tempo ist von Anfang an hoch. Ich konzentriere mich sehr, denn ich habe etwas Respekt auf den engen und nassen Strassen.

Die Zeit vergeht wie im Fluge. Nach 14:21min ist es geschafft. Als 10. Overall und 2. Schweizerin überquere ich die Ziellinie.

Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden und es hat Spass gemacht wieder einmal eine Startnummer zu tragen.

Der Luzerner Stadtlauf ist sogleich der Startschuss in die 15 Wöchige WM Vorbereitung. Ich freue mich und bin sehr motiviert die 15 Wochen in Angriff zu nehmen und dann hoffentlich am 10. August in Höchstform am Start zu stehen.

Juhui. Am 08.05. bekomme ich den Brief von der Swiss Athletics mit dem Inhalt, dass ich für den Marathonlauf an der IAAF Weltmeisterschaften vom 10. August 2013 in Moskau selektioniert bin. Ich freue mich jetzt schon auf meinen zweiten WM Marathon nach 2009 in Berlin.

23.04.2013 Portugal zum Zweiten im 2013

Eine kleine aber sehr feine Gruppe, bestehend aus meinem Trainer Fritz und 5 Athleten, reisen vom 10.04. bis 21.04. nochmals nach Portugal ins Trainingslager.

Schon beim ersten Training erkennt man einen grossen Unterschied zum Februar. Die Temperaturen sind auch schon morgens um 7.30Uhr sehr angenehm.

So absolvieren wir jeden Tag bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen unsere Trainings. Nur der Wind gibt uns ab und zu etwas zu schaffen. Denn manchmal bläst er uns ganz kräftig um die Ohren.

In den 11 Tagen kann ich planmässig meine Einheiten abspulen. Die Trainings sind sehr abwechslungsreich und am Ende des Lagers sind wir mit dem Resultat sehr zufrieden.

Neben den Trainings geniesse ich das Nichtstun und das gemütliche Beisammensein mit meinen Kollegen.

Ich erlebte einmal mehr eine sehr schöne Zeit in Portugal und freue mich bereits wieder auf das Trainingslager im 2014.

Danke Fritz, danke der ganzen Gruppe für die tolle Zeit. Ich hatte viel Spass mit Euch.

Am Samstag, 27. April trage ich wieder einmal eine Startnummer. Ich werde am Eliterennen am Luzerner Stadtlauf teilnehmen. 17 Europäerinnen und Läuferinnen aus Afrika sind vom Organisator eingeladen worden und werden am Abend um 20.36Uhr auf die 4.25km lange Strecke, aufgeteilt auf 5 Runden à 850m geschickt.

Für mich als Innerschweizerin ist es toll, am Stadtlauf zu starten. Die Strecke ist aber sehr kurz, bin ich doch eher eine Langstreckenläuferin. So sind meine Ziele auch nicht hoch gesteckt. Ich werde einfach mein Bestes geben und schauen, was heraus schaut. Speziell die tolle Atmosphäre die am Stadtlauf herrscht, werde ich geniessen.

24.03.2013 Vom Mami zur Sportlerin zurück zum Mami

Wie immer stehe ich sehr früh auf, trinke einen Kaffee und lese die Zeitung. Während ich am Vorkochen des Abendessens bin, kommt langsam Leben ins Haus der Familie Morceli. Während dem Brunch bespreche ich mit meinen Kids das Programm vom heutigen Tag. Ich schaue, dass alle gut versorgt sind. Beide wollen noch ihre Neuigkeiten erzählen.

Nach einem kurzen Mentaltraining heisst es für mich Pasta essen. Meine Tochter möchte noch draussen spielen bevor sie ans Quer durch Zug geht und mein Sohn wird abgeholt von einem Freund.

Gegen 13Uhr ziehe ich meine Sportkleider an und schlüpfe so für kurze Zeit aus der Rolle der Mutter in die, der Sportlerin.

Ich reise nach Uster an die 10km Strassenlauf Schweizermeisterschaft. Es ist mein erster Wettkampfeinsatz seit meinem WM-Limitenlauf vor 5 Monaten. Schon vor dem Rennen treffe ich viele Kolleginnen und Kollegen. So gibt es ein paar Worte hier und einen Händedruck da. Das Einlaufen absolviere ich alleine. So kann ich mich etwas sammeln und mich auf die 10km vorbereiten.

Um 16Uhr fällt der Startschuss. Wir müssen eine kleine und anschliessend 4 grosse Runden auf einem recht flachen Parcours zurücklegen. Schon schnell bildet sich bei den Frauen eine 4er Gruppe. Die ersten 5km legen wir im 3.21min/km zurück. Ab Mitte des Rennens bilde ich mit Fabienne Schlumpf ein Spitzen-Duo. Bei Km 7 muss ich dann Fabienne leicht ziehen lassen. Die zweite Hälfte laufe ich deutlich langsamer. In einer Zeit von 34:13min überquere ich die Ziellinie als Vizemeisterin.

An dieser Stelle gratuliere ich der Schweizermeisterin Fabienne zur tollen neuen Bestzeit und zum ersten Rang. Vielen Dank für die Unterstützung der Zuschauer am Streckenrand die vielen Reaktionen nach dem Rennen.

Nach dem Lauf heisst es für mich zur Dopingkontrolle und Siegerehrung.

Mein Fazit zum Rennen sieht so aus: Mit dem 2. Rang bin ich zufrieden. Von der Zeit habe ich etwas mehr erwartet. Das Laufgefühl ist nicht besonders gut. Seit gut 3 Wochen fehlt mir dieses auch im Training. Nun heisst es geduldig sein und einfach der Linie treu bleiben.

Nach dem Duschen ziehe ich meine Alltagskleider an und so geht es zurück in die Rolle der Mutter.
Schon während der Heimfahrt telefoniere ich mit den Kids. Ich erfahre kurz, wie Ihr Tag gelaufen ist und Sie erzählen mir schon, wie Ihr Sonntag aussehen wird.

Kurz nach 22 Uhr bin ich dann wieder zu Hause. Ich setze mich ans Bett meines Sohnes. Er drückt mich, strahlt über das Gesicht und gratuliert mir. Dann wird sein Gesichtsausdruck ernster und er meint: "Mami, ich bin nervös auf den Fussballmatch morgen." Mit einem das kommt schon gut und einem Gutenachtkuss verlasse ich sein Zimmer.
So gehe ich mit einem Lächeln und glücklich als Mami ins Bett und weiss, dass mich die Sportlerin in der Nacht noch etwas beschäftigen wird...

Bis bald Patricia

12.03.2013 Trainingslager Portugal

Vom 01.02. bis am 15.02.2013 verbringe ich meine Zeit in Portugal im Trainingslager. Da es nach 2010/11/12 bereits das vierte Mal ist, kenne ich die Umgebung und das Hotel sehr gut.
In diesen 2 Wochen arbeiten wir speziell im Grundlagenbereich. Die Einheiten sind unterschiedlich lang, sehr selten flach, meistens coupiert und ein paar Mal davon sehr.

Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Jeden Tag Sonnenschein, nur 2 Tage etwas bewölkt. Die Temperaturen sind zum Laufen sehr angenehm. Nur der Wind erschwert uns das Training ab und zu.

Neben dem Training kommt auch das gemütliche Beisammensitzen am Nachmittag im Strandbeizli oder am Abend nach dem Essen im Hotel nicht zu kurz.
Mit meinen Trainings sind mein Trainier Fritz und ich sehr zufrieden.
Ein herzliches Dankeschön spreche ich an dieser Stelle aus an:
- Anita und Werner unser Masseure/in. Sie schauten, dass unsere Muskulatur immer weich war.
- Meinen Laufgspändli, welche mich auf meinen diversen Läufen begleiteten.
- Meinen Kolleginnen und Kollegen, für all die vielen interessanten Gespräche.

Das grösste Dankeschön gilt aber Fritz. Er hat das Trainingslager einmal mehr super organisiert. Vielen Dank auch für Deine Begleitung auf dem Velo.
Es waren 2 wunderbare Wochen, die ich in Portugal erleben durfte.

16.01.2013 Jahresrückblick

Das Laufjahr 2012 ist zu Ende. Ich darf auf eine sehr gute Saison zurückblicken und bin mit meinen Resultaten mehr als zufrieden. Mit einem 12-tägigen Trainingslager in Portugal lege ich bereits im Februar einen wichtigen Grundstein für die EM-Saison. Bereits Ende März stehe ich dann beim ersten von insgesamt acht Wettkämpfen am Start. Die angepeilte EM-Limite über 10‘000m verpasse ich zwar noch; aber anfangs Mai klappt es dann an den deutschen Meisterschaften, wo mir eine sehr gutes Rennen und eine neue persönliche Bestzeit gelingt. An der EM in Helsinki bin ich mit meinem Resultat vorerst sehr unzufrieden. Doch ein halbes Jahr später sieht auch dieser Wettkampf, aus einer gewissen Distanz betrachtet, anders aus. Es war alles andere als ein einfaches Rennen und forderte mir alles ab. Ich habe mich durchgekämpft und klassierte mich immerhin als 14. Europäerin. Ein Erlebnis, dass mir immer in Erinnerung bleiben wird.

An den Schweizermeisterschaften erlaufe ich eine Gold- und eine Silbermedaille. Von 5000m auf der Bahn bis zum Marathon erreiche ich neue Bestzeiten. Diese grosse Spannweite stimmt mich sehr zuversichtlich. In der Schweizerbestenliste 2012 findet man mich auf den Rängen: 5000m 6. Rang / 10000m 1. Rang / 10km 1. Rang / Marathon 2. Rang.

Der Marathon in Frankfurt ist sicher mein bester Wettkampf im 2012. Die lange und harte Vorbereitung verläuft optimal und am 28.10. stimmte dann einfach alles. Mit der neuen persönlichen Bestzeit von 2.35.31 verbessere ich mich um gut 2 Minuten und unterbiete gleichzeitig die Limite für die WM 2013 deutlich. Dass es im Marathon so gut klappt freut mich besonders, weil mein Fokus in den nächsten Jahren für die Grossanlässe auf meine Spezialdisziplin ausgerichtet wird.

Herzlichen Dank Bei allen, die mich unterstützt und gefördert haben, bedanke ich mich ganz herzlich. Meinen Sponsoren für die materielle und finanzielle Unterstützung. Meinem Vater Pius und Nationaltrainer Fritz Schmocker für die Planung und Durchführung aller Vorbereitungsmassnahmen. Den Trainingspartnern für die Begleitungen. Meiner Masseurin für deren Hilfestellungen und natürlich meiner Familie, die immer hinter mir steht und mich so toll unterstützt.

Vorschau aufs 2013
Ich darf am 10. August die Schweizerfarben an den Weltmeisterschaften in Moskau vertreten und werde nach 2009 zum zweiten Mal einen WM-Marathon bestreiten dürfen.

Neu hat zudem Nationaltrainer Fritz Schmocker das Traineramt übernommen. Es freut mich, dass ich von seiner langjährigen Erfahrung profitieren darf; auf die Zusammenarbeit mit Fritz freue ich mich sehr.
Bis bald Patricia

29.12.2012 Silvesterlauf Zürich

Zusammen mit Alain nehme ich am Silvesterlauf bei der Sie + Er Stafette teil. Abwechselnd 5x eine Runde an 1.2km müssen zurück gelegt werden. Alain übernimmt die Runden 1, 3 und 5 und ich die Runden 2 und 4. Das Tempo ist von Beginn weg sehr hoch. Mit einer KM Durchschnittszeit von 3:07min/km erreichen wir den guten 11. Rang von 600 Teams. Es hat Spass gemacht mit Dir Alain. Danke, dass Du zusammen mit mir im Team warst. Mit diesem Rennen schliesse ich die Wettkampfsaison im 2012 ab.

10.12.2012 Chlauslauf

Am Säuliämtler Chlauslauf nehme ich zusammen mit einem Laufgruppen Gspändli am Staffelrennen teil. Zuerst läuft der erste Athlet 600m, dann der zweite Athlet 600m und dann müssen noch 600m zusammen zurück gelegt werden.

Ivo absolviert die erste Strecke. Bereits an vierter Stelle übergibt er mir per Handschlag. Nach kurzer Zeit kann ich die 2 Damen vor mir ein- und überholen. An zweiter Stelle geht es dann zusammen mit Ivo auf die letzten 600m. Nach 5:58min überqueren wir als Zweite, knapp hinter einem anderen Team aus der Laufgruppe Cham, die Ziellinie. Ivo, es hat Spass gemacht mit Dir zusammen ein Team zu bilden.
Danke Dir viel Mal.

20.11.2012 Die Zeit nach dem Marathon

Nach meinem Rennen in Frankfurt gönne ich mir zuerst etwas Pause. 4 Tage habe ich starken Muskelkater aber das kenne ich ja bereits und ist nach einem Marathon normal.

Ich liege aber nicht auf der faulen Haut, sondern erledige vieles, das ich auf die Zeit nach dem Marathon geschoben habe. Von Zeit zu Zeit werde ich Euch informieren, gibt es doch ein paar Änderungen im Sport.

Lange halte ich es aber ohne Laufen nicht aus. Gut 5 Tage nach dem Marathon versuche ich dann mit lockeren Footings zu starten. Inzwischen bin ich bereits wieder bei Dauerläufen angelangt.

Auf die Post Cup Läufe Bulle, Basel und Zürich verzichte ich. Ich fühle mich noch nicht fit genug, um schon wieder bei der Elite am Start zu stehen. Damit ich aber trotzdem etwas Weihnachtslauf Feeling erleben darf, werden Andy und ich an 2 Rennen in der Kategorie Sie und Er an den Start gehen.

Wir freuen uns auf die Anlässe. Es wird sicher ein tolles Erlebnis und für einmal steht der Spass im Vordergrund.

30.10.2012 Bestzeit und WM Limite erfüllt

Klicken zum vergrössern Am Sonntag, 28.10.2012 stehe ich bei Sonnenschein, gut 2 Grad und viel Selbstvertrauen am Start. Endlich nach 14 wöchiger Vorbereitung laufe ich auf meiner Distanz.

Die Strecke in Frankfurt wird als schnell ausgeschrieben. Es hat aber schon ein paar Ecken, ab und zu geht es leicht aufwärts und an diesem Sonntag herrscht an gewissen Stellen etwas Gegenwind. Ich sage aber dennoch, dass wir super Bedingungen haben.
Punkt 10:00 Uhr werden wir auf die 42.195km lange Reise geschickt. Ueli Koch mein Pacemaker übernimmt sofort das Tempo und ich folge ihm. Schulter an Schulter absolvieren wir die Kilometer. Ueli merkt sofort, dass ich mich wohl fühle und es mir gut läuft. So beschliesst er, das Tempo hoch zu halten. Alle 5km verpflegen wir uns. Die Zwischenzeiten sind immer sehr gut. Auch bei Streckenhälfte fühle ich mich locker. So laufen wir weiter Schritt für Schritt. Bei km 32 kommt dann eine kleine Krise. Ueli realisiert dies sofort motiviert mich und hilft mir, dass ich die Pace halten kann. Bei km 37 bekommt Ueli leider Krämpfe. Er muss das Tempo reduzieren. Mit den Worten:‘‘ lauf Patricia‘‘! gehe ich nun meinen Weg alleine weiter.

Ich bin müde und meine Beine sind schwer. Jeder Schritt ist nun mit einem leichten Schmerz verbunden. Ich spreche mir gut zu. Weiss, dass es nicht mehr lange geht und ich den Zieleinlauf in die Messehalle erleben darf. Die Zuschauer feuern mich an und so vergehen auch die Letzten 5km.

Dann ist es soweit ich biege auf die Zielgerade ein. Die 60m kann ich so richtig geniessen. Nach 2:35:31h bleiben die Uhren stehen. Yes, ich habe es geschafft. 2 Minuten nach mir läuft auch Ueli ins Ziel ein. Wir nehmen uns in die Arme gratulieren uns und sind happy, dass wir dieses tolle Erlebnis zusammen erleben dürfen.

Meine Bestzeit verbessere ich um gut 2 Minuten und die Limite für die WM in Moskau im 2013 unterbiete ich um 7 ½ Minuten. Ueli: von Herzen bedanke ich mich bei Dir für alles, was Du in den letzten Wochen für mich getan hast. Ich weiss dies sehr zu schätzen. Es war eine tolle Zeit, die ich mit Dir erleben durfte.

Einen ausführlicheren Bericht könnt Ihr unter Erlebnisse lesen.
Nun gönne ich mir eine Pause und geniesse meinen Erfolg. Dazu mache ich mir Gedanken, wie es im Jahr 2013 mit den Wettkämpfen weiter gehen soll.

23.10.2012 Marathon Frankfurt

Am Sonntag, 28. Oktober ist es soweit. Beinahe 1 ½ Jahren nach dem Zürich Marathon stehe ich wieder einmal auf der Startlinie eines Marathons. In Frankfurt werde ich die 42.195km in Angriff nehmen.

Seit gut 15 Wochen bereite ich mich konzentriert, seriös und motiviert auf diesen Event vor. Die Vorbereitung verläuft planmässig, bis auf ein paar Tage vom 5. - 8. Oktober. Ich habe gut trainiert und bin zufrieden mit meinen Werten.

Zusammen mit Ueli Koch werde ich den Marathon absolvieren. Wir zwei wissen natürlich, welche Zeit wir im Kopf haben und den Marathon angehen werden. Ich bin froh, dass Ueli das Tempo angibt und ich mich einfach auf’s Laufen konzentrieren kann.

Auf den Sonntag freue ich mich, habe aber auch Respekt vor dem Marathon. Dies ist aber normal. Die Wetterprognosen sehen nicht so gut aus. Nun habe ich bis am Sonntag genügend Zeit, um mich darauf einzustellen.

...bis bald Eure Patricia

09.10.2012 Halbmarathon WM

Am Donnerstag, 04.10. reisen Nationaltrainier Fritz Schmocker und ich von Zürich via Wien nach Bulgarien. Bustransfer, Mittagessen, Zimmerbezug, Ausruhen, Abendessen und dann Nachtruhe.

Am Freitag kurz vor 8 Uhr beschliesse ich mein Footing zu absolvieren. Gerade als ich in die Trainingskleider schlüpfen will, klopft es an meiner Tür. Dopingkontrolle. Da weiss ich, mein Footing ist gestrichen, denn bei mir dauert das Kontrollprozedere immer lange. Knappe 2 ½ Stunden später ist es geschafft. Nach dem Mittagessen ruhe ich mich etwas aus. Um 17 Uhr dann der zweite Versuch ein Footing zu absolvieren.

...und dann: Nach ca. 5.5 km Footing treffe ich Clint Perrett. Clint ist Australier, mit einer Schweizerin verheiratet und lebt in der Schweiz. Wir kennen uns aus dem Trainingslager und den Wettkämpfen. In Bulgarien ist er aufgrund seiner sehr guten Bestzeit von 1:03h für das Australische Team am Start. Ich halte an, begrüsse ihn und wir wechseln ein paar Worte. Nach rund 2 Minuten merke ich, wie es mir schwindlig und schwarz vor den Augen wird. Dann geht alles sehr schnell. Ich falle in Ohnmacht. Zum Glück kann mich Clint noch auffangen. Den Kopf schlage ich leicht auf, dies ist aber nicht weiter schlimm.

Schnell bin ich wieder bei Bewusstsein. Fritz, welcher in der Zwischenzeit dazu gestossen ist, bringt mich auf mein Zimmer wo ich Cola trinke, die Beine hochlagere und mich relativ schnell wieder erhole. Wir informieren das private Umfeld zu Hause und den Verbandsarzt; später habe ich sogar guten Appetit.

Am Samstagmorgen steige ich sehr früh aus dem Bett und mir ist sofort klar, dass es nicht geht. Das Schwindelgefühl ist immer noch da. Fritz nimmt nochmals Kontakt mit dem Arzt von Swiss Athletics auf. Auch er rät mir, nicht zu starten. Schweren Herzens melden wir dem Organisator, dass ich nicht starten werde. So erscheint schon bald auf der Rangliste ein DNS.

Wir schauen dann den Wettkampf vor Ort an. Es sind interessante und eindrückliche zwei Rennen.

Da wir erst am Montag zurück in die Schweiz reisen, verbringen wir den Samstagnachmittag und Sonntag mit viel Ausruhen, Essen (Cola und Schokolade ist ein ständiger Begleiter) und Energie tanken.

Seit Montagabend bin ich nun wieder zu hause. Gesundheitlich habe ich mich etwas erholt. Die Enttäuschung über das nicht starten ist sehr gross. Wir haben aber im Hinblick auf den Marathon und Gesundheit richtig entschieden. Ich hätte mir wohl eher geschadet.

Clint: Ich danke Dir vielmals für Deine erste Hilfsmassnahmen. Du hast toll reagiert; ich bin sehr froh darüber.

Fritz: Von Herzen danke ich Dir für Deine Betreuung. Es war einmal mehr alles sehr gut organisiert. Du hast mir mit vielen Gesprächen geholfen, dass es mir mental wieder besser geht und ich vorwärts schauen kann.

01.10.2012 Vorschau Halbmarathon Weltmeisterschaft

Am Samstag, 6.10. findet in Bulgarien die HM WM statt. Als ich im August vom Nationaltrainer Fritz Schmocker einen Anruf bekomme und er mir mitteilt, dass Swiss Athletics mich für die WM selektioniert hat, bin ich sehr glücklich und es ehrt mich.

In den letzten 12 Wochen kann ich fast immer wunschgemäss trainieren. Nur eine Erkältung bringt mich für 2 bis 3 Tage aus dem Plan.

Am Sonntag sitze ich, wie jeden Abend, auf dem Bett meines Sohnes. Wir wechseln dann jeweils ein paar Worte zusammen. Abdurani schaut mich an und sagt: ,,Mami, was ist Dein Ziel an der WM? Sagst Du es mir dann noch‘‘? So weiss er wenn er meine Zeit hört, ob ich zufrieden bin. Als Antwort gebe ich Ihm: ,,Sobald ich es weiss, sage ich es Dir.‘‘

Heute während meinem Abschlussbelastungstraining denke ich viel über den HM nach. Die Situation sieht so aus. Es ist ein 5km Kurs. Dies kommt mir eigentlich entgegen. Leider hat es 3 U-Turns und 2 beinahe 90 Grad Winkel pro Runde. Die Strecke ist wohl nicht all zu schnell.

Zeitmässig nehme ich mir folgendes vor:
Eine Zeit zwischen 1:13 bis 1:14h sehr gut, eine Zeit zwischen 1:14 - 1:15h gut und alles was über 1:15h wäre ich enttäuscht.

Auf das Rennen freue ich mich. Der Respekt ist aber auch vorhanden, da ich bei meinem letzten Grossanlass EM Helsinki etwas versagte. Ich glaube aber an mich und werde natürlich mein Bestes geben.
Hoffe, es werden viele Daumen um 8:30Uhr Schweizerzeit für mich gedrückt sein.

12.09.2012 Wie die Zeit vergeht

Nach meiner Bahn Medaille an der SM in Bern gönne ich mir eine lockere Woche und dann heisst es, ab in die Marathonvorbereitung.

Dies bedeutet für mich wieder ein komplett anderes Programm. Die Trainingseinheiten werden länger und am Ende Woche habe ich jeweils mehr Kilometer in den Beinen.

Mit viel Zuversicht und Motivation steige ich in die Vorbereitung. Bereits bin ich in der 9. Woche der gut 15 wöchigen Vorbereitung. Mit dem Trainingsresultaten bin ich zufrieden und körperlich geht es mir auch gut... Ab und zu eine Blase und einen schwarzen Zehennagel gehört einfach zum Marathonlaufen.

Wir, mein Trainerstab und ich beschliessen auf alle Wettkämpfe bis zum Marathon am 28.10.2012 in Frankfurt zu verzichten. So kann ich mich voll auf das Training konzentrieren und muss nicht für die Rennen extra Ruhtage einschalten.

Natürlich hätte ich sehr gerne an den Post Cup Rennen teilgenommen. Denn diese sind immer speziell schön. Da treffe ich auf viele gute Laufkolleginnen aus der ganzen Schweiz. Hoffe, nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

... auf alle Wettkämpfe habe ich geschrieben? Nein, das stimmt nicht ganz. Am Samstag, 06.10.2012 darf ich die Schweizerfarben an der Halbmarathon WM in Bulgarien vertreten. Es erfüllt mich mit Stolz und ist eine grosse Ehre, dass Swiss Athletics mich selektioniert hat. Auf den Grossanlass freue ich mich sehr. Eine Vorschau gibt es zu einem späteren Zeitpunkt.

Vor gut 3 Wochen bekomme ich von Ueli Koch das OK, dass er am Frankfurtmarathon mein Pacemaker sein wird. Ueli ist ein sehr erfahrener Läufer und weißt eine Bestzeit von 1:06h im Halbmarathon auf. Bereits absolvierten wir 3 lange Trainingseinheiten zusammen. Kennen gelernt habe ich Ueli 2009 auf dem Podest, als wir beide Schweizer Meiste über 10km auf der Strasse wurden. Die Chemie stimmt sehr gut zwischen uns. Ich bin Ueli sehr dankbar, dass er mir hilft.

Das wär’s für den Moment
Bis bald Patricia

08.07.2012 Schweizermeisterschaft Bahn

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3 Tage nach meinem EM Rennen beschliesse ich, dass ich am Samstag, 07.07.2012 an der Schweizermeisterschaft über 5Km auf der Bahn antrete.

So nehme ich die Reise mit etwas gemischten Gefühlen nach Bern in Angriff. Mental bin ich etwas hin und her gerissen, zwischen positiven und negativen Gedanken und wie ich körperlich Helsinki verdaut habe kann ich nicht beurteilen, da ich die ganze Woche nur Dauerläufe absolviert habe.

Um 18:30Uhr stehen 26 Läuferinnen auf der Startlinie. Das Feld ist so stark besetzt, wie seit Jahren nicht mehr. Die ganze nationale Spitze ist anwesend.

Bei Prachtswetter und gut 25 Grad fällt der Startschuss. Nach gut 100m übernehme ich die Führungsarbeit. Ich versuche eine hohe aber nicht zu schnelle Pace anzulaufen. Dies gelingt mir sehr gut. Nach gut 1Km möchte ich die Führungsarbeit abgeben, doch leider will diese niemand übernehmen. So bleibt mir nichts anderes übrig, als weiter an der Spitze zu laufen. Nach gut 2Km übernimmt dann Sabine Fischer. Ich bin froh und dankbar. So laufen wir Runden um Runden. Sabine in Front, dann ich und an meinen Fersen Nicola Spirig.

Die letzte Runde wird eingeläutet. 300m vor dem Ziel schert Nicola aus und läuft in einem sehr hohen Tempo an Sabine und mir vorbei. Gut 50m später setze auch ich zum Endspurt an. Mit schnellen 200m kämpfe ich mich noch auf den 2. Rang. Die Zeit bleibt im Ziel bei 16:18,87min stehen.

Meine neue Bestzeit und den 2. Rang machen mich glücklich. Ich habe nun gesehen, dass ich es ja doch kann. Es wurmt mich aber auch, dass ich ausgerechnet an der EM nicht meine Form abrufen konnte.

Gestern lief ich taktisch klug. Wir wurden gegen Ende des Rennens schneller. Dies war für mich eine neue Erfahrung... und ich werde es in Zukunft wieder so versuchen.

Nun ist meine Bahnsaison für das Jahr 2012 mit einem Erfolg abgeschlossen. Schon bald geht es für mich in die Marathonvorbereitung... ich freue mich sehr.

03.07.2012 Leichtathletik EM in Helsinki Rückblick

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Am Donnerstag, 28. Juni geht es mit dem Flieger Richtung Helsinki. Abends um 23:30Uhr eröffne ich mit Fritz bei einem Welcome "Mineralwasser" die EM.
Freitag und Samstag verbringe ich mit viel Schlafen, einem Footing und Pasta essen.

Am Sonntag ist nun endlich der Wettkampftag:
- 12:30Uhr Mittagessen anschliessend ruhen im Zimmer
- 15:15Uhr kurze Busfahrt vom Hotel ins Stadion
- 16:30Uhr Beginn Einlaufen
- 16:50Uhr Call-Room. Mein Rucksack wird gecheckt und ich bekomme die Startnummer
- 17:00Uhr Wir werden in den Warteraum unter der Tribüne gebracht.
- 17:10Uhr Einmarsch ins Stadion
- 17:25Uhr Startschuss


Von Anfang an laufe ich auf der letzten Position und versuche meine Pace zu laufen. Nach ein paar Runden merke ich, dass heute gar nichts läuft. So beginnt ein langer Weg... die Rundenzeiten werden sehr langsam, mein Bauch beginnt zu schmerzen. Von da an ist das Ziel das Ziel. Dank Willensstärke und einem starken Kopf kämpfe ich mich durch. Nach 34:24min erreiche ich das Ziel als 14. Die Enttäuschung ist gross.

Nach gut 1 Minute werde ich aufgefordert, das Stadion zu verlassen. Beim Ausgang erblicke ich meinen Sohn Abdurani. Er nimmt mich in die Arme und meint voller Stolz: "Mami ich gratuliere Dir:" Da ist es um mich geschehen. Die Enttäuschung über das Rennen ist zu gross und die Tränen kullern über die Wange. In diesem Moment passiert für mich ein unvergesslicher Moment, der mir sehr viel bedeutet. Umgekehrte Lebenssituation. Mein 13-jähriger Sohn drückt mich noch fester und tröstet mich.

Mein Weg führt weiter zu den Journalisten. Auf die Frage, wie es lief, antworte ich: "Heute erwischte ich einen schwarzen Tag, es lief gar nichts und ich habe meine Erwartung leider nicht erfüllt." Aber immerhin durfte ich an die EM und gehöre so zu den besten Läuferinnen Europas.

Etwas später laufe ich trotz Übelkeit und Schwindelgefühl aus, fahre mit dem Bus zum Hotel zurück, trinke eine Cola und freue mich auf eine warme Dusche.

Um 21:30Uhr esse ich mit meiner Familie in einem sehr schönen Restaurant Znacht.
Kurz vor Mitternacht sitze ich mit Fritz im Hotel und klinge die EM mit einem "Good by Orangina" aus. Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich bei Fritz für die sehr gute Betreuung in Helsinki.

Die EM habe ich mir erfolgreicher vorgestellt. Dies ist aber Sport. Erfolg und Misserfolg sind sehr nahe beisammen. Trotz schlechtem Resultat nehme ich auch viele schöne Erinnerungen im Herzen mit in die Schweiz.

Vielen Dank für die vielen, vielen Glückwünsche vor dem Rennen, die Unterstützung während und die Anteilnahme und aufmunternden Worte nach dem Rennen. Es hat gut getan.

24.06.2012 Leichtathletik EM in Helsinki Vorschau

Am Montag, 18. Juni bekomme ich von Swiss Athletics ein Mail mit dem Titel: Einladung zur EM. Es ist schön, wenn man die definitive Zusage in der Hand hat.

Am Freitag, 22. Juni werden mir die Nati Kleider überbracht. Beim Betrachten der Kleider überkommt mich ein Glücksgefühl und ich bin stolz, ein Teil der schweizer Equipe zu sein.

Trainingsmässig ist meine Vorbereitung abgeschlossen. Am letzten Samstag absolviere ich mein Abschlusstraining 6 x 800m steht auf dem Programm. Nun werde ich nur noch lockere Dauerläufe machen mit ein paar Steigerungsläufen.

Seit anfangs Jahr kann ich planmässig trainieren. Ich bin verletzungsfrei und gesund. Die Trainings verlaufen im Grossen und Ganzen ganz gut. Ich kann von mir behaupten, dass ich alles getan habe, was in meiner Macht steht. Ich habe die Zeit, die mir neben der Familie zur Verfügung steht, gut genutzt.

Was wird mich an der EM erwarten? Auf der Startliste stehen 16 Teilnehmerinnen davon habe ich die 15te Zeit und muss auch damit rechnen, dass ich von den Schnellsten überrundet werde.
Mein Ziel ist es die Limite zu bestätigen, das heisst 33:25min zu laufen. Alles was schneller ist, ist Zugabe. Immer vorausgesetzt, dass das Wetter einigermassen mitspielt.
Die Vorfreude ist gross und ich werde natürlich alles geben, für mich und die Schweiz kämpfen und trotzdem versuchen, den Lauf zu geniessen.

Am Sonntag, 01.07. um 16:25Uhr gilt es ernst. Ich danke allen für die Unterstützung....

11.06.2012 Frauenlauf

Die Vorfreude auf den Lauf ist sehr gross, aber ich bin auch etwas im Ungewissen. So habe ich Respekt vor dem schnellen Anfangstempo und Angst, dass ich es wieder nicht durchstehe.

Punkt 11:30Uhr werden wir bei Sonnenschein und sehr angenehmen Temperaturen vom aktuellen Mister Schweiz auf die abwechslungsreichen 5Km geschickt.

2 Kenianerinnen übernehmen sofort das Zepter und drücken auf das Tempo. In der Verfolgung mit einem kleinen Abstand folgt eine grössere Gruppe mit mir an der Spitze. So laufen wir die Kilometer 1 und 2. Dann werde ich von zwei weiteren Ausländerinnen überholt. Das Tempo ist immer noch hoch. Ca. 150m vor dem Ziel werde ich dann auch noch von Mirja Jenny überholt.
Das Ziel erreiche ich als 6. Läuferin in einer Zeit von 16:42min. Meine Bestzeit auf dieser Strecke senke ich um gut 7s.
Der Anlass war einmal mehr super schön und sehr gut organisiert. Es hat Spass bereitet.

Zu meinem Rennen: die Zeit ist ok, das Gefühl nicht ganz so locker wie erhofft, der Test für die EM aber geglückt.
Nun geht es für mich in eine harte Woche, dann in eine Mittlere und dann kommt eine Woche locker...

10.06.2012 Eine laufbegeisterte Familie

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Am Pfingstmontag fahren wir morgens um 07:30 Uhr ab Richtung Pfingstlauf Niederbipp. Es ist ein herrlicher Sommertag und die Temperaturen sind bereits am Morgen angenehm warm für die Zuschauer. Für einzelne Läufer fast schon zu warm...
Um 10Uhr ist es dann soweit: mein Ehemann Andy, meine Schwester Andrea und mein Schwager Roger werden auf die abwechslungsreichen 10.3Km geschickt.

Kurz nach dem Start feuern wir die Drei mit einem Hopp an. Nach guten 36:23min erscheint Andy auch schon wieder. Diese Zeit reicht zum 4. Rang bei der Kategorie M40. Roger macht für seine Ehefrau Pace. So ist für Ihn die Zeit sekundär. Er hilft Andrea zur tollen Zeit von 45:22min, dies bedeutet den guten 7. Rang bei der Kategorie W40.
An der Siegerehrung werden Andrea und Andy mit einem tollen Gemüsekorb beschenkt.

Wieder zurück auf dem Wettkampfgelände gilt es nun ernst für meine Tochter Aishah. 1 Km müssen die Mädchen und Jungs absolvieren. Aishah zeigt ein taktisch kluges Rennen. Sie gewinnt in Ihrer Kategorie mit einer Zeit von 3:22min. Maurin, mein Neffe startet bei den Cross Jungs. Sie müssen eine Strecke von 500m hinter sich bringen. Da ist nichts mit Taktik. Von Anfang an geht die Post ab. Andrea und Roger’s Sohn macht dies super. Am Ende schaut für Maurin der gute 8. Rang heraus.

Wieder an der Siegerehrung dürfen alle Kids einen Erinnerungspreis auswählen. Ein Highlight für jedes Kind.
So fahren wir am Abend mit glücklichen Gesichtern von einem schönen Familienausflug zurück nach Cham.

24.05.2012 Koblenz

Unterdistanz
Am Mittwoch, 22.05.2012 starte ich in Koblenz über 5km auf der Bahn. Als Vorbereitung auf die 10’000m macht es Sinn, auch ab und zu die Schnelligkeit zu testen.

Mein Ziel ist, die Km Abschnitte in 3.15min zurück zu legen. Dies gibt dann eine Endzeit von 16:15min.

Da wir ein grossen Feld sind, werden wir versetzt auf der Startlinie platziert. Ich denke mir, ok gehe etwas zügig an, dass ich nach der 1. Kurve vor dem grossen Feld einbiegen kann. Gesagt getan. Doch dann ist das Tempo schnell, zu schnell. Den ersten Km passiere ich in 3:06 min, also gut 9s unter der Marschtabelle.

Das kann nicht gut gehen. Der 2. und 3. Km gehen immer noch ganz flott. Doch dann kommt er, der Hammermann. Meine Armen schmerzen und die Beine sind schwer. Puh, wie soll ich da bloss noch 4 Runden laufen. Ich konzentriere mich. Doch mein Gesichtsausdruck reicht um zu sehen, dass ich total am Anschlag bin. Irgendwie vergehen dann wieder 3 Runden. Dann die letzte Runde. Komm, gib nochmals Gas. Die letzten 400m bringe ich nochmals etwas schneller hinter mich. Am Schluss Zeigt die Uhr 16:19,6min. Ziel also verpasst. Selber schuld.

Das Resultat ist weder schlecht, noch der Hit. Damit Ihr es etwas einschätzen könnt. In der ewigen Schweizer Bestenliste ist es immerhin der 17. Platz. Dies ist gar nicht so schlecht. Immerhin bin ich doch eher eine Langstreckenläuferin und keine 5000m Spezialistin.

Auch wenn es hart war, hat es trotzdem Spass bereitet. Was ich aus dem Rennen in Koblenz für die EM in Helsinki gelernt habe: das nächste Mal werde ich wieder stur meine Zeiten einhalten und nicht am Anfang so aufs Tempo drücken.

Mai 2012 Bericht im Heft von Swiss Athletics

zum Lesen des Berichts einfach darauf klicken:
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06.05.2012 Deutsche Meisterschaft 10’000m Marburg

EM Limite erfüllt!!!!

















Am 05.05.2012 nehme ich an den Deutschen Meisterschaften über 10’000m auf der Bahn teil. Dies ist mein 2. Versuch die Limite für die EM zu unterbieten. Da es mir in den letzten zwei Wochen nicht wunschgemäss läuft und ich mich gesundheitlich bis am 04. Mai nicht ganz top fühle, reise ich mit gemischten Gefühlen nach Marburg.

Am Renntag präsentiert sich das Wetter so:
am Morgen leichter Regen, kurz nach dem Mittag strömender Regen und um 18Uhr als wir Richtung Stadion fahren noch Nieselregen und 9 Grad.

Um 20Uhr stehe ich auf der Startlinie. Der Regen hat nun endgültig aufgehört, leichter Wind und immer noch 9 Grad. Der Startschuss fällt und gut 22 Läuferinnen setzen sich in Bewegung. Zwei deutsche Athletinnen gehen sofort an die Spitze und laufen ein Tempo, welches ich nicht mit gehen darf, da es zu schnell ist. Dann komme bereits ich.

Da weiss ich, dass es einen langen Weg allein auf mich gestellt sein wird. Alle 200m bekomme ich von Andy und Fritz die Durchgangszeit. Ich absolviere die Runden sehr regelmässig. Bei km 5 passiere ich bei 16:30min genau dieselbe Zeit wie in Lissabon. Ups, kommt dies gut?
Ich werde nur minim langsamer. Runde für Runde vergeht. Noch 5 Runden ich schaue auf die Zeit. Komm, das ist machbar. Noch 1km: Fritz ruft mir zu:"Versuche noch einen 3:20min/Km zu laufen." Dann noch eine Runde und schon geht es auf die letzten 400m. Die Uhr zeigt ca. 32:03min an.
Andy ruft:"Du brauchst noch eine 80s Runde." Die Runden zuvor sind bei ca. 81 bis 82s.

Es wird also eng. Gut 150m vor dem Ziel ruft mir Fritz zu: "Lauf, nimm den Schwung der Arme mit, geh es reicht." 100m vor dem Ziel setzte ich zum Schlussspurt an. Die Augen immer auf die Uhr im Ziel gerichtet. 50m ich weiss, ich schaffe es. Im Ziel stoppt die Uhr bei 33:20.51min Bestzeit und die Limite unterboten. Erleichterung und Freude sind sehr gross. Andy’s Gesicht strahlt, nachdem er auf der letzten Runde Nervenstark sein muss.

Das Rennen ist nicht einfach. Laufe ich doch 9Km alleine. Immer wieder sage ich mir, Helsinki ich komme, motiviere mich und rühme mich selber, wenn ich wieder ein Stück geschafft habe.

Mein Dank geht an Fritz und Andy. Sie haben mich die 3 Tage toll unterstützt und wir waren auf allen Belangen ein starkes Trio.

Nun bin ich sehr glücklich, dass der Limitendruck weg ist und ich mich voll auf die Vorbereitung der EM konzentrieren kann.

HELSINKI ICH KOMME...







01.04.2012 10Km SM Lyss

Gold über 10 Km auf der Strasse Klicken zum vergrössern Klicken zum vergrössern
Nach meinem verpassten Limiten Rennen in Portugal ist es mental nicht eine einfache Woche. Möglichst schnell will ich wieder auf einer Startlinie stehen. So ist für mich klar, dass ich mich der 10Km SM auf der Strasse stelle.
Vor dem Rennen nehme ich mir zum Ziel, dass ich mich nur auf mich konzentriere. Ich schaue weder auf die anderen Frauen noch auf die Männer. Natürlich ist ein weiteres Ziel mit einer Medaille nach Hause zu fahren.
Die Temperaturen sind sehr angenehm und die Strecke gefällt mir ausgezeichnet. Um 14Uhr ist es dann soweit. Der Startschuss fällt und ich konzentriere mich auf meine Schritte. Ich bin erstaunt, wie gut ich meinen Vorsatz umsetzen kann. Ich laufe sehr konstant und kann immer wieder Männer überholen. Von Beginn weg bin ich bei den Frauen an der Spitze. Bei km 6 teilt mir mein Vater mit, dass ich gut 250m Vorsprung auf die 2. Frau habe. Da realisiere ich, dass mir der Titel nicht mehr genommen werden kann. Es huscht ein Lächeln über mein Gesicht und ein inneres Glücksgefühl kommt auf.
Die Konzentration immer noch auf mich gerichtet, laufe ich die nächsten 4km und versuche den Lauf auch etwas zu geniessen. Nach 33:41,4min überquere ich dann als Schweizermeisterin die Ziellinie.

Der Gewinn des Titels macht mich glücklich und die Zeit ist auch nicht schlecht. Das Rennen hat mir nach Lissabon sehr gut getan und mein Selbstvertrauen ist wieder etwas gestärkt.

Vielen Dank für all die vielen Gratulationen. Ich freue mich immer sehr über Eure Anteilnahme.

26.03.2012 Limite verpasst

Am Freitag 23.03.2012 landen wir nach einem angenehmen Flug bei Sonnenschein und warmen Temperaturen in Lissabon. Der Rest des Tages gestaltet sich mit Ausruhen, Startnummer und Getränke besorgen, Pasta essen und dann nicht all zu spät ins Bett.

Am Samstag dann der Blick aus dem Fenster. Oh, wo hat sich denn die Sonne versteckt? Immer wieder fallen ein paar Regentropfen. Im Verlaufe des Tages wird dann der Himmel heller und bis am Abend ist die Bahn auch wieder trocken. Wir verbringen unsere Zeit mit warten, warten und nochmals warten.

Endlich ist es dann soweit. Wir laufen Richtung Stadion, befestigen unsere Startnummer und laufen ein. Um 17.30 Uhr dürfen wir dann auf die Bahn. Nervös vor dem Rennen bin ich überhaupt nicht. Pünktlich werden wir (28 Läuferinnen) auf die 25 Runden geschickt...

... und dann: Martina und mein Ziel ist es, möglichst lange die Runde in 79s zu absolvieren. Obwohl wir das Tempo der Spitze nicht mitgehen und sogar finden, dass wir uns zurückhalten sind die ersten 3 Runden zu schnell. Bei km 5 merke ich, dass es langsam härter wird. Ich versuche trotzdem, das Tempo einigermassen einzuhalten. Bei km 7 weiss ich, dass ich die Limite nicht unterbieten kann. Im Ziel bleiben die Uhren für mich bei 33:50,26min stehen und für Martina Strähl bei 34:11,84min

Ich bin müde, mein Bauch schmerzt, mein Gedanke: die Limite hast Du nicht. Enttäuscht bin im ersten Moment nur wenig. Auslaufen, Duschen und die Energiespeicher wieder auffüllen steht dann auf dem Programm.

Bereits gut eine Stunde nach dem Rennen merke ich, wie meine Gedanken hin und her schwanken. Die Enttäuschung über das Verpassen der Limite wird immer grösser. Martina und ich kommen zum Entschluss: zusammen probiert, zusammen verpasst und zusammen kämpfen wir weiter.

Am Sonntag, nachdem wir noch dem Halbmarathon zuschauen (ink. Rollstuhlweltrekord), nehmen wir die Heimreise in Angriff.

Vielen Dank für das Daumendrücken und die vielen aufmunternden und lieben Worte. Patricia

PS: Vielleicht als Vergleich, dass meine Zeit nicht so schlecht ist. Die 33:50,26min bedeuten immerhin in der ewigen Schweizerbestenliste den 13. Rang und ist meine zweitbeste Zeit.

19.03.2012 Erstes Rennen im 2012

Seit meinem Trainingslager in Portugal konnte ich gut und wunschgemäss trainieren. Da mein Fokus auf die 10'000m Bahn ausgereichtet ist, absolvierte ich ungewohnt viele Bahntrainings. Ich bin überrascht, mit wieviel Freude und Spass ich die Trainings absolviere, denn die Einheiten sind alles andere als einfach.

Am Freitag hebt nun mein Flieger Richtung Portugal ab. Martina Strähl und mein Vater/Coach werden die Reise zusammen mit mir antreten.

Am Samstag um 17:40Uhr gilt es dann Daumendrücken. Dann fällt nämlich der Startschuss für über 20 Läuferinnen. Ich bin ja gespannt, ob dies nicht ein Gedränge gibt.

Am Sonntag reise ich dann wieder zurück in die Schweiz. Hoffentlich mit der Limite von 33:25min im Gepäck.

Mein Ziel ist es, die Limite zu unterbieten. Dass dies kein leichtes Unterfangen ist, ist mir sehr bewusst. Meine Bestzeit liegt bei 33:20min. Ich muss beinahe meine Zeit aus dem Jahre 2010 unterbieten. Es sind immerhin 3:20min pro Kilometer gefragt.

Sollte ich es nicht schaffen, werde ich noch mehrere Versuche im Ausland bekommen. Ich werde mein Bestes geben und nehmen, was rauskommt.

Also, denkt an uns am Samstag um 17:40Uhr.

19.02.2012 Trainingslager Monte Gordo

Vom 03.02. - 15.02.2012 verbringe ich 12 Tage in Portugal im Trainingslager. Das Wetter präsentiert sich alle 12 Tage gleich. Blauer Himmel, Sonnenschein, 10 - 16 Grad und etwas Wind. Klicken zum vergrössern Klicken zum vergrössern Klicken zum vergrössern










2 Bahntrainings, 2 Fahrtspiele, div. Dauerläufe in verschiedenen Längen, Lauf ABC, Stabi, Athletik all dies steht auf dem Trainingsplan. Die Trainings sind in ein oder zwei Einheiten pro Tag aufgeteilt. Zur Erholung gibt es Sauna, Massagen und viel Schlaf.

Wir logieren in einem schönen Hotel mit sehr grosszügigen Zimmern und kulinarisch vom Feinsten. Es fehlt uns an nichts.


Zwischen den Trainings und am Abend kommt auch das Gesellige nicht zu kurz. Die Gruppe ist sehr angenehm. Wir diskutieren viel über Gott und die Welt.


Das Lager war ein Mal mehr top organisiert vom Nationaltrainer Fritz Schmocker. Danke viel Mal Fritz für all Deine Arbeit die Du vor, während und nach dem Lager leistest.

Mit meinen Trainings bin ich im Allgemeinen zufrieden, so hoffe ich, dass ich im Gepäck neben all meinen Kleidern auch noch eine gute Form eingepackt habe.




























31.12.2011 Jahres Rückblick

Anfangs 2011 planen mein Trainer und ich die Wettkampfsaison. Einen schnellen Frühlings- und Herbstmarathon steht auf dem Programm, um eventuell die Limite für die Olympischen Spiele zu erreichen. Ein sehr hohes Ziel, liegt doch der Wert bei 2:33:00h. Dazwischen folgen wenige kürzere Wettkämpfe und im Herbst ein paar Post Cup Läufe, aber sicher nicht alle. Der Verzicht auf die WM ist von Anfang an klar, da diese nämlich in Daegu (Südkorea) durchgeführt wird.

Das Jahr beginnt vielversprechend und nach den 10 Tagen Trainingslager in Portugal kehre ich mit einer sehr guten Form in die Schweiz zurück. Im März absolviere ich den Halbmarathon von Verbania (ITA) in einer Zeit von 1:13:01h. Dies bedeutet klare persönliche Bestzeit und die Bestätigung, dass die Form stimmt.

Gut 6 Wochen später stehe ich dann am Start vom Zürich Marathon. Schweizermeistertitel, Bestzeit und die WM Limite erreiche ich. Doch leider nehme ich auch eine Entzündung der Plantarsehne mit nach Hause. 10 Wochen dauert es, bis mein Körper vollständig auskuriert ist und ich wieder wunschgemäss trainieren kann.

Von einem Herbstmarathon und damit auch vom Traum Olympia muss ich mich verabschieden und deshalb wird mein Programm umgestaltet. Anstelle eines Marathons im Herbst laufe ich alle Post Cup Rennen. Beim ersten zählenden Rennen in Bern erreiche ich überraschend den 2. Rang. Mit viel Selbstvertrauen starte ich dann zu den anderen Post Cup Wettkämpfen. Nach 6 Rennen ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich gewinne die Post Cup Gesamtwertung, was mich Stolz macht und eine grosse Ehre ist.

Im Oktober nehme ich auch noch an der Halbmarathon SM teil. Mit der genau gleichen Zeit wie im Frühling 1:13:01h werde ich Schweizermeisterin.

Obwohl alles ganz anders geplant war und die lange Verletzungszeit mental eine grosse Herausforderung war, blicke ich mit viel Freude auf eine sehr gute Saison zurück. Wieder Bestzeit im Halb- und Marathon, dazu die vielen guten Post Cup Rennen mit Gesamtsieg.

An dieser Stelle möchte ich es nicht unterlassen mich bei allen zu bedanken, die mich auf irgendeine Art und Weise im Sportjahr 2011 unterstützt und begleitet haben.
HERZLICHEN DANK .

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und dass eure Wünsche in Erfüllung gehen.
Patricia

12.12.2011 POST CUP GESAMSIEGERIN

Mit dem Zürcher Silvesterlauf steht das letzte der Post Cup Rennen an. Traditionsgemäss gibt es in Zürich immer doppelte Punktzahl zu gewinnen.

Mit 24 Punkten Vorsprung reise ich nach Zürich. Damit ich den Post Cup gewinne, muss ich also mindestens 9. beste Schweizerin werden. Nach den letzten Rennen sollte dies kein Problem sein.

Am Renntag bin ich angespannt und nervös. Leider spielt meine Gesundheit die Woche vor Zürich nicht so mit, wie ich es gerne hätte. Ohrenschmerzen und Unwohlsein plagen mich.
Nach dem Startschuss merke ich schnell, dass es mir nicht rund läuft. So steht ein langer Weg von 6.3Km an. Ich quäle mich durch die Zürcher Strassen. Nach 21:11min ist es geschafft. Trotz allem erreiche ich den 6. Gesamtrang und den 4. Rang unter den Schweizerinnen.
Somit ist es geschafft. Ich darf mich in die Kategorie der Gesamtcupsiegerliste eintragen. Es erfüllt mich mit Stolz und ist eine sehr grosse Ehre.

Am Abend findet die Abschlussfeier mit den Siegerehrungen statt. Es ist einmal mehr ein sehr gemütlicher und wunderschöner Anlass.

Danke für die Unterstützung in Zürich. Ein kurzer Jahresrückblick folgt später.

28.11.2011 Basler Stadtlauf

Eine Herausforderung: Wie, wo, wer

Mit Basel steht bereits wieder ein Post Cup Rennen an. An diesem Anlass will es die ganze Familie wissen.

17:19 Uhr fällt der Startschuss für meine Tochter Aishah. Gut 20m nach dem Start kann ich ihr ein Hopp Aishah zurufen. Sie muss eine Distanz von 1Km zurück legen. Nach gut 3.26min überquert sie die Ziellinie als 1. Aishah meint zu Ihrem Lauf: "Mami ich wusste nicht, dass ich schon im Ziel bin, ich dachte ich muss noch eine Runde laufen."

17:25 Uhr ich stehe immer noch 20m nach der Startlinie. Dieses Mal rufe ich meinem Sohn Abdurani ein Hopp zu. Er muss bereits eine Distanz von 1.6Km absolvieren. Auch Abdurani läuft es wunschgemäss. Ein toller 9ter Rang schaut heraus. Im Ziel strahl er über das ganze Gesicht. ''Weißt du Mami, ich habe mit einem top 50 Rang gerechnet.

Nun geht's nur noch gut 15min. bis zu meinem Start. Wie immer kurz vor dem Rennen setze ich mich hin und konzentriere mich auf die bevorstehende Aufgabe. (Ich sitze dann auf dem Boden und vergrabe mein Gesicht.) Eine aufmerksame Zuschauerin fragt mich: "Do you nid help?" Mit einem "No, thanks, i just focus for my race," laufe ich Richtung Start. Um 18:40Uhr fällt der Startschuss. Sofort schlage ich eine hohe Pace ein. Mit Muja und Worku bilde ich eine dreier Gruppe. So laufen wir etwas über 6Km. Auf der letzten Runde steigert Muja dann kontinuierlich das Tempo. 600m vor dem Ziel an dritter Stelle liegend überhole ich Worku und ziehe ebenfalls das Tempo an. Viele Zuschauer feuern mich an und rufen mir zu. So laufe ich nach 25:42min als Zweite, gut 4s hinter Muja und 132 vor Worku im Ziel ein. Ich bin sehr glücklich über den 2. Rang. Meine Taktik mit den beiden mit zu gehen geht auf. Das Risiko hat sich gelohnt.

Nach den Siegerehrungen Gesamt für den Basler Stadtlauf und Post Cup (wieder darf ich 25 Punkte auf meinem Konto verbuchen) laufe ich zurück zum Start. Nun wird aus der Läuferin wieder die Betreuerin.

Bereits ist es 19:20Uhr. Dieses Mal gilt es für meinen Mann Andy ernst. Auch er läuft mit dem Gedanken alles oder nichts. Der erste Km wird unter 3min absolviert, ein unglaubliches Anfangstempo. Andy läuft super. Nach 18:14min bleiben die Uhren bei ihm stehen. Dies bedeutet Rang zwei in seiner Alteskategorie. Er meint: "Am Schluss war's pickelhart. Aber Basel ist halt schon eine coole Strecke."

Kurz vor Mitternacht fahren wir mit dem Auto und 2 schlafenden Kids auf den Parkplatz vor unserem Haus.
Das Glücksgefühl nach diesem Anlass ist riesengross.

20.11.2011 Corrida Bulloise

2. Block der Post Cup Rennen

Mit Bulle steht das 4. der insgesamt 6 Post Cup Rennen an. Nachdem die Siegesgeschenke ein Rind und ein Stier vorgestellt werden, schickt uns Viktor mit dem Startschuss auf die Strecke. Wir absolvieren 10 Runden à 600m. Diese Strecke gefällt mir sehr gut und kommt mir entgegen, weil ich es mag kleine Runden zu absolvieren.

Nach gut drei Runden bin ich bereits alleine an dritter Stelle. Vor mir 2 Ausländerinnen mit einem Vorsprung von gut 8 Sekunden. Die Stimmung ist fantastisch. Von den vielen Zuschauer werde ich lautstark und herzlich mit allez Suisse angefeuert.

Ich laufe ein sehr regelmässiges Rennen und bringe meinen 3. Gesamtrang ins Ziel. Die zwei Ersten sind zu stark für mich. Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden. Setzte ich mich vor dem Rennen doch etwas unter Druck.

So kann ich weitere 25 Punkte auf meinem Post Cup Konto buchen und führe die Gesamtwertung weiterhin an. In einer Woche geht es bereits weiter in Basel. Also bleibt nur kurz Zeit zum Verschnaufen.

31.10.2011 Schweizermeisterin auf der Halbmarathondistanz

Am Sonntagmorgen 30.10.2011 reisen meine Eltern, meine Kids uns ich Richtung Lausanne. Im Zielgelände hole ich meine Startnummer ab. Dann geht die Fahrt 21Km weiter Richtung Start. Gar nicht so einfach, da die Strassen bereits gesperrt sind, fahren wir auf Umwegen.

Dann Umziehen, meine Uhr bereitstellen und einlaufen. Oh, Schreck, meine Garmin ist nicht aufgeladen. Ein Lapsus, der mir sonst nie passiert. Zum Glück hat mein Trainer seine Uhr auch dabei. Problem gelöst. Bei idealem Laufwetter erfolgt dann um 13:30Uhr der Startschuss. Ich finde bald Unterschlupf in einer Männergruppe. Einmal in der Mitte, einmal am Ende und einmal an der Spitze der Gruppe absolvieren wir 21 sehr regelmässige Kilometer. Nach genau 1:13:01 Stunden überquere ich als erste Frau das Zielband.

Video Zieleinlauf

Ein tolles Gefühl. Mit dieser Zeit egalisiere ich genau die Zeit, welche ich bereits im März in Verbania lief.

Nach dem Titel über 10000m Bahn, 10Km Strasse und dem Marathon, bin ich nun auch das erste Mal Schweizermeisterin im Halbmarathon. Ich bin glücklich, dass ich dieses Ziel erreichen konnte.

Als an der Siegerehrung je die ersten 3 Männer und Frauen auf dem Podium stehen, ertönt die Schweizerhymne. Das ist ein sehr schöner und spezieller Moment. Denn noch nie wurde die Hymne wegen mir abgespielt.

Um 20:15Uhr sind wir dann glücklich und müde wieder im Pfad. Vielen Dank für all die Glückswünsche. Die Anteilnahme war sehr gross.

18.09.2011 Podestplatz am Halbmarathon in Uster

Bei schwülen 23 Grad nehmen 7637 Läufer um 14:45Uhr den Halbmarathon in Angriff. In einer Gruppe von Männern finde ich Unterschlupf. Wir laufen ein schnelles Tempo. Von Anfang an liege ich an 3. Stelle bei den Frauen.
Bei Km 8 ist dann unsere Gruppe auseinander gefallen und ich bin noch als Einzige übrig. Bei KM 10 schliesse ich auf die 2. platzierte Frau auf und überhole sie. Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich gut im Rennen bin.
Doch dann, bei KM 13 gibt’s einen starken stechenden Schmerz in der Bauchgegend. Mein Rennen steht auf Messerschneide. Ich muss stark abbremsen und kann die nächsten Meter nur nach vorne gebeugt weiterlaufen. Soll ich weiter laufen oder aussteigen? Der Gedanke, dass im Ziel ein guter Freund von mir auf mich wartet, die Post Cup Punkte und den Zuruf, dass hinter mir keine Frau in Sicht ist, treiben mich weiter. Nach gut 4 km sind die Schmerzen dann beinahe verschwunden. Die Kilometerzeiten sind aber in der 2. Hälfte deutlich langsamer.
Dann kommt der letzte Kilometer. Viele Zuschauer feuern mich mit Applaus und Zurufen an. Ich geniesse die letzten Meter richtig. In einer Zeit von 1:15:54h überquere ich als zweite Frau die Ziellinie.
Den Greifenseelauf auf dem Podest zu beenden ist für mich grossartig. Dazu bin ich noch Tagessiegerin der Post Cup Wertung und kann erneut 25 Punkte buchen.

Mit dem Rang bin ich natürlich sehr zufrieden mit der Zeit so so. Ich weiss nun, wo ich bis zu meinem nächsten Halbmarathon in Lausanne Ende Oktober noch arbeiten muss.

11.09.2011 Kurz und bündig

Am Freitag, 09.09.11 steht der 2. Post Cup Lauf in diesem Jahr auf dem Programm. Die Distanz führt über eine Meile (1609m), also nochmals um einiges kürzer als in Bern vor zwei Wochen.

Punkt 18:00 Uhr werden wir 30s vor den Männern bei strahlendem Sonnenschein ins Rennen geschickt. Bei so kurzen Läufen weiss man: Achtung, Fertig, Los und es wird von Beginn weg eine sehr hohe Pace gelaufen. So auch am Freitag. Ich reihe mich direkt hinter der ersten Schweizerin ein. Zwei Kenianerinnen starten um einiges schneller als wir.

Ich spiele mit der Distanz und freue mich immer auf den Bogen, welcher alle 400m über die Strecke gespannt ist. Als wir in die Zielgerade einbiegen, liege ich an 5. Stelle. Auf den letzten Metern kann ich noch eine Kenianerin überholen und beende das Rennen auf dem 4. Rang.

Mit meiner Zeit von 4:47min und dem Rennverlauf bin ich sehr zufrieden, ist dies immerhin ein Kilometerschnitt von 2:58min. So kann ich als 3. Schweizerin wieder 18 Punkte auf meinem Post Cup Konto buchen, was sehr wertvolle Punkte sind für mich auf einer so kurzen Strecke.

Nun habe ich mich kurzfristig entschieden am 17.09. am Halbmarathon in Uster zu starten, weil dieser Lauf auch zum Post Cup gehört.

Ich freue mich auf den Lauf und hoffe, dass viele der Startnummer 66 die Daumen drücken.

03.09.2011 Post Cup Bern

Comeback geglückt!

Am Donnerstag, 25.08.2011 steht der erste von sechs Post Cup Läufen auf dem Programm. Diese Läufe sind immer spannend, denn es kommt auf ein Aufeinandertreffen der Schweizer Elite von den Mittelstrecklerinnen bis zu den Marathonläuferinnen.

Die Strecke führt über 3Km, gelaufen auf einem Rundkurs mit 180 Grad Kurven. Es ist sehr anspruchsvoll.

Nachdem der Startschuss fällt, übernimmt Maya das Tempodiktat. Sie schlägt eine Pace von 3.16min./Km an. Nach gut 1 Km übernehme ich die Führungsarbeit. Auch der 2. Km wird in 3.16min. passiert. Gut 300m vor dem Ziel werde ich dann von Valérie überholt. Sie ist eine sehr starke Bahnläuferin (1500m SM Meisterin). In diesem Moment weiss ich, dass der Sieg weg ist. Denn gegen eine Mittelstrecklerin auf den letzten 100m habe ich als Langstreckenläuferin das Nachsehen. Den 2. Rang rette ich ins Ziel. Auch der 3. Km bringe ich in 3.16min. hinter mich.

Mit dem 2. Rang bin ich sehr zufrieden, denn ich habe nicht damit gerechnet, dass ich so gut mithalten kann. So kann ich auf meinem Post Cup Konto 20 Punkte verbuchen. Es war schön, wieder mal an einer Startlinie zu stehen.

20.08.2011 Geduld und Neuorientierung

Geduld und Neuorientierung

... Viel zu berichten gab es in den letzten Monaten nicht. Arzttermine, Therapie und viel Geduld waren angesagt. Nach dem 17.04.2011 hatte ich lange und starke Schmerzen. Alle meine Rennen musste ich absagen und trainieren war ebenfalls beinahe unmöglich.

... endlich, seit gut 3 Wochen kann ich wieder schmerzfrei trainieren.

... um im 2011 noch einen Marathon zu absolvieren, reicht die Vorbereitungszeit nicht. So ist für mich die Olympia in London 2012 ausgeträumt.

... nun nehme ich für das Jahr 2012 den Plan B aus der Schublade. Dies bedeutet, dass ich versuchen werde, die Limite für die EM in Helsinki (27.06.2012 - 01.07.2012) über 10’000m auf der Bahn zu unterbieten. Ich freue mich auf das Projekt.

... für die EM in Zürich 2014 bleibt es aber dabei. Da ist und bleibt mein Ziel der Marathon vor heimischem Publikum zu laufen.

... am Donnerstag, 25.08. starte ich am Post Cup in Bern über 3Kam. Wozu ich im Moment fähig bin, weiss ich nicht. So erwarte ich noch nicht all zu viel. Werde aber sicher mein Bestes geben und mit Freude am Start stehen.

Bis bald Patricia

07.06.2011 Absage 10'000m SM

Keine Titelverteidigung an der 10'000m SM.
Nachdem ich im Jahre 2009 und 2010 an der 10'000m SM auf der Bahn den Schweizermeistertitel holte, kann ich diesen am Freitag, 10.06.2011 leider nicht verteidigen.
Kaum war meine Entzündung am Fuss ausgeheilt, folgte leider schon die Nächste. Dieses Mal ist es am Beckenknochen. So ist einmal mehr Therapie angesagt.
Schweren Herzen musste ich mich für den Lauf abmelden. Auf den Wettkampf habe ich mich gefreut, laufe ich doch gerne ab und zu ein Rennen auf der Bahn.

Jetzt muss ich schauen, dass ich bald wieder 100% gesund werde, denn eigentlich ist geplant, dass ich schon bald mit der Marathonvorbereitung für Berlin beginne.

Am Freitag wünsche ich allen Athletinnen und Athleten einen tollen und erfolgreichen Wettkampf.

27.05.2011 ... beinahe 6 Wochen nach dem Marathon

Die Erholung vom Marathon dauerte eine Weile. Mein Muskelkater war so stark, wie noch nie nach einem Marathon. So nütze ich das warme Wetter und gönnte mir etwas Zeit auf dem Liegestuhl und dem schönen Nichtstun.
Inzwischen ist meine Muskulatur wieder weich und die Entzündung am rechten Fuss habe ich auch beinahe auskuriert. Das Training habe ich inzwischen wieder aufgenommen.
Meinen nächsten Marathontermin steht schon fest. Am 25. September werde ich die Strassen von Berlin unsicher machen. An Berlin habe ich ja mit dem WM Marathon schöne Erinnerungen und so freue ich mich auf diese Strecke zurück zu kehren.
Bis dahin werde ich noch an ein paar andere Wettkämpfe bestreiten.

... Ich wünsche Euch eine sonnige Zeit ...

17.04.2011 CH-Meisterin und PB in Zürich

Um 08:30 Uhr fällt der Startschuss zum Zürichmarathon. Mein Pacemaker René und ich laufen bis Km 28 ein sehr regelmässiges Rennen. Die Halbmarathonzwischenzeit ist sehr viel versprechend.
Ab Km 30 werde ich dann etwas langsamer. Die Beine werden schwer und mein rechter Fuss schmerzt.
Bei Km 35 steigt mein Pacemaker aus. An dieser Stelle vielen Dank René, dass Du mir geholfen hast. Die letzten 7 Km nehme ich noch alleine in Angriff. Es sind keine Männer mehr bei mir, so bin ich auf mich alleine gestellt. Leider werden von da an meine Kilometerabschnitte um einiges langsamer. Mit der Motivation den Schweizermeistertitel zu holen und doch noch Bestzeit zu laufen motiviere ich mich immer wieder. Langsam, langsam kommt das Ziel näher. Nach 2:37:28h ist es dann endlich geschafft.
Müde, mit schmerzenden Beinen aber im Grossen und Ganzen zufrieden bin ich im Ziel. Dann folgt der Marathon nach dem Marathon. Viele Interviews, Siegerehrungen, Dopingkontrolle etc. stehen auf dem Programm.
Vielen Dank allen, die mir geholfen haben und für die grossartige Unterstützung in Zürich.

Jetzt werde ich mich gut erholen und dann plane ich meinen weiteren Saisonverlauf.

04.04.2011 ab in die Taperingphase

Meine 14 Wochen dauernde Marathonvorbereitung ist abgeschlossen. Mit 6 - 8 Einheiten oder im Schnitt 125 km in der Woche konnte ich die Vorbereitung wunschgemäss durchführen.

In den nächsten zwei Wochen absolviere ich noch lockere Dauerläufe mit 2-3x 1Km integriert. Dann kommt jetzt die Pasta Zeit. Damit meine Speicher gefüllt werden, esse ich besonders viel Pasta und die Schokolade bleibt im Schrank.

Am 17. April hoffe ich auf trockene und windfreie Bedingungen. Auf den Marathon freue ich mich und hoffe, dass ich mein Ziel, eine neue Bestzeit, erreiche.

Vielleicht drückst auch Du mir ab 8.30 Uhr die Daumen.

07.03.2011 Halbmarathon Stresa - Verbania

Am Samstagvormittag fahren Bernadette Meier, mein Vater/Trainier und ich nach Stresa. In Oberitalien angekommen steht noch folgendes auf dem Programm:
- lockeres Footing
- Athleten Infos
- Abendessen und anschliessend um 22:00Uhr Bettruhe.

Am Sonntag das Wettkampfritual: frühes Aufstehen / Frühstücken / noch etwas Ausruhen / Einlaufen und dann pünktlich am Start stehen.

Bei Sonnenschein und 10 - 12 Grad geht es um 10:00Uhr auf die Halbmarathonstrecke. Nach gut einem Kilometer bildet sich eine 5-er Gruppe (3Männer und 2Frauen). Wir laufen ein sehr hohes Tempo und wechseln uns in der Führungsarbeit immer wieder ab. Die Gruppe harmoniert sehr gut zusammen, so bereitet es grossen Spass zu laufen. Wir bleiben bis zum Ziel praktisch zusammen und am Schluss trennen uns nur gerade 10s.

Meine 5 Kilometer Abschnittzeiten (17.22 / 17.13/ 17.24 / 21min 6.1km)
Das ergibt eine Endzeit von 1:13:01h womit ich meine Bestzeit von Luzern aus dem Jahre 2010 um 50s unterbiete. In der ewigen Schweizer Bestenliste bin ich mit meiner Zeit von 1:13:01h nun auf dem 5. Rang.
Auch meine Freundin Bernadette Meier läuft mit 1:17:50h eine gute Zeit.
Mit dem Rennen bin ich natürlich sehr zufrieden. Es ist eine gute Standortbestimmung und stimmt mich zuversichtlich für die kommenden Rennen. Nun gilt es die nächsten 4 Wochen optimal zu nutzen bis zu meinem nächstes Rennen dem Marathon in Zürich.

Zum Schluss noch ein herzliches Dankeschön an Bernadette und meinen Vater für das tolle Wochenende in Oberitalien.

06.-17.02.2011 Trainingslager Portugal


Vom 06. bis 17.02.2011 verbringe ich 11 Tage in Monte Gordo Portugal im Trainingslager. Bei meistens angenehmen Temperaturen absolviere ich ein abwechslungsreiches Programm zusammen mit den anderen Läuferinnen und Läufer.

Long Run / 4 x 5km / 10 x 1km / sehr viele lockere Läufe (ca.10km) stehen auf dem Plan. Dazu eine Premiere für mich. Das erste Mal laufe ich im Training 40km am Stück im ruhigen Tempo.
Ziel: Kapillarisierungslauf .

Einen herzlichen Dank geht an dieser Stelle an Fritz Schmocker für das tolle und super organisierte Lager, Thomas für die Unterstützung, den Masseuren Werner und Anita und allen die dazu beigetragen haben, dass das Lager so schön und gemütlich war.

Ich bin überzeugt, dass ich in diesen 11 Tagen meinem Ziel im Marathon etwas näher gekommen bin.



21.01.2011 Zentralschweizer Sportgala

Wie jedes Jahr findet am 21.01.2011 die Zentralschweizer Sportgala statt. Die besten Zentralschweizer Sportler für das Jahr 2010 werden geehrt.

Zusammen mit meinem Vater und Coach verbringe ich den Abend im KKL und geniesse einen tollen Anlass unter der Leitung von Rainer Maria Salzgeber.
Verdiente Siegerin ist einmal mehr Ariella Käslin. Auf den 2. Platz folgt eine Weltmeisterin im Schiessen gefolgt von 3 Skiweltcupfahrerinnen. Sehr überraschend für mich, erreiche ich den 6. Schlussrang. (im Jahre 2008 10. Rang / 2009 8. Rang)

Diesen Rang erreiche ich dank einer sehr guten Saison 2010.

Rückblickend ein paar Auszüge:
- Schweizermeisterin 10’000m Bahn in 33:20,64min, dies bedeutet den 11. Platz in der ewigen Schweizer Bestenliste
- 2. Rang im internationalen Halbmarathon von Verbania mit persönlicher Bestzeit von 1:14:39h
- Sieg am Luzerner Halbmarathon in der Zeit von 1:13:51h, dies bedeutet den 11. Platz in der ewigen Schweizer Bestenliste
- EM Teilnahme im Marathon in Barcelona
- Post Cup Läufe mit den Platzierungen 1., 2. und 4. Rang

24.12.2010 Heiligabend

Glücklich machen kleine Sachen, oft auch nur ein leises Lachen

Ich wünsche Euch und Euren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest.
Weihnachtliche Grüsse Patricia

12.12.2010 Zürcher Silvesterlauf (Post Cup)

Um 14.36 Uhr fällt der Startschuss zum letzten Post Cup Lauf im 2010. Da ich wusste, dass niemand die Führung übernehmen will und ich ein schnelles Rennen wollte, bleibt mir nichts anderes übrig als die Führung zu übernehmen. So absolvieren 5 Athletinnen die 5 Runden durch die Zürcher Innenstadt in schnellen Kilometerzeiten nahe beieinander.

Im Schlussspurt reicht es dann nicht mehr ganz und ich erreiche das Ziel als Gesamt 4. (3. Schweizerin). Mit dem Resultat bin ich zu 95 % zufrieden.
Den Post Cup beende ich im Gesamtklassement auf dem 6. Rang.

Die Schlussfeier des Post Cups war einmal mehr ein toller Anlass. Wir Athleten verabschiedeten uns untereinander mit einem "Auf wiedersehen" im 2011.

27.11.2010 Familienausflug an den Basler Stadtlauf (Post Cup)

17.20 Uhr 1. Startschuss. Meine Tochter Aishah läuft mit 320 anderen Mädchen mit Jahrgang 2000/2001 über die 1 km Distanz. Aishah überquert die Ziellinie nach einem mutigen Rennen auf dem sehr guten 4. Rang.

17.25 Uhr 2. Startschuss. In dieser Kategorie würde mein Sohn Abdurani mitlaufen. Leider trägt er bereits seit über 4 Wochen einen Gips, da er sich den Oberarm gebrochen hat. So ist er in Basel unser treuer Fan.

17.40 Uhr. 3. Startschuss. Bei Schneefall und Minustemperaturen werden wir auf die zum Teil rutschigen Strassen geschickt. Von Beginn weg laufe ich in der Spitzengruppe. Nach 3km muss ich Jane und Sabine ziehen lassen. So laufe ich die restlichen 5km auf mich alleine gestellt. Dank meinem hohen Tempo kann ich die Position halten und laufe als Gesamt dritte ein. (2. Schweizerin). Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden und kann mein Resultat von Bulle bestätigen.

19.20 Uhr. 4. Startschuss. Nun will es auch noch mein Mann Andy wissen. Sein sehr gut eingeteiltes Rennen mit hoher Pace wird mit dem ausgezeichneten 4. Rang belohnt.

Um Mitternacht ist unser Ausflug beendet und wir sind alle glücklich und müde wieder zu hause.

20.11.2010 Post Cup Rennen in Bulle

Ein Blick auf die Startliste zeigt mir, dass alle topp Schweizerathletinnen am Start sind. Die Post Cup sind immer interessante, spannende und harte Rennen.

Um 18.00 Uhr werden wir mit dem Startschuss, ausgelöst durch Viktor Röthlin, auf die 10 x 600m Runden geschickt. Gleich nach dem Start setze ich mich an die 2. Position. Eine Kenianerin läuft von Beginn weg mit leichtem Vorsprung ihr Rennen.

Ich versuche ein hohes Tempo Runde für Runde zu halten. Immer mit einem kleinen Vorsprung von gut 10m auf Sabine Fischer. Die 9. Runde ist die Härteste, aber auch diese passiere ich an 2. Stelle und nach 10 Runden laufe ich als zweite im Ziel ein.
Einen Post Cup als beste Schweizerin und somit 12 Punkte auf mein Konto zu buchen, gelingt mir zum ersten Mal. Ein tolles Gefühl.

Was mir an den Post Cup Rennen besonders gefällt. Nach dem Rennen sitzen die Athletinnen und Athleten bei einem Nachtessen zusammen, tauschen Gedanken aus und geniessen die Zeit zusammen.

....so freue ich mich auf das nächste Post Cup Rennen, welches bereits am 27.11.2010 in Basel ist.

31.10.2010 Halbmarathon Luzern

Luzern ist eine Reise wert...

Punkt neun Uhr ertönt der Startschuss und wir nehmen die 21.1km bei idealen Temperaturen und Sonnenschein in Angriff. Bei Km 3 laufe ich auf eine 4er Männergruppe auf und schliesse mich ihnen an. Bei km 5 ein Blick auf die Uhr. Oje, viel zu schnell. Ich beschliesse, das Risiko einzugehen und die Pace zu halten. Km 10 ca. 20 sec schneller als bei meiner Bestzeit im März. Bei km 15 immer noch die gleiche Gruppe und sehr gut in der Zeit.

Jetzt einfach noch bis zum KKL durchbeissen. Beim KKL gibt es Augenkontakt mit meinem Vater/Trainer. Ich gebe ihm ein Zeichen, dass ich mich noch gut fühle.
Von da an tragen mich die vielen Zuschauer mit einer grossartigen Atmosphäre bis ins Ziel. Den Zieleinlauf geniesse ich sehr. Bei 1.13.51 Std bleibt die Uhr stehen. Dies bedeutet persönliche Bestzeit / Streckenrekord und Schweizerische Saisonbestleistung.
Herzlichen Dank den Männern, die mir zu meiner Zeit geholfen haben und für die tolle Unterstützung der Zuschauer.

GRATULATION AN MEINE LAUFGRUPPE

Jeden Dienstag leite ich das Training einer gut 20 köpfigen Laufgruppe. 9 absolvieren in Luzern den Marathon und 7 den Halbmarathon. Alle kommen in einer sehr guten Zeit ins Ziel.
In der Teamwertung im Marathon belegt unsere Laufgruppe Cham den 1. Rang. Ich bin glücklich und stolz auf alle, die in Luzern teilnahmen.

21.10.2010 Luzern

In 10 Tagen fällt der Startschuss zum HM in Luzern.

Die letzten 3 Wochen konnte ich regelmässig und wunschgemäss meine Trainingseinheiten absolvieren. Die Freude, das Laufgefühl und die Zuversicht sind zurückgekehrt.
Meine Halbmarathonvorbereitung ist nun abgeschlossen, denn die letzen 10 Tage fahre ich mit dem Training runter und gehe auf eine kurze Taperingphase.

Heute lief ich die Rennstrecke von km 4 bis km 15 in Luzern bei kühlem aber sonnigem Wetter trainingsmässig. Ich wollte die Passagen, welche etwas hügelig sind, einmal ablaufen. So weiss ich nun, was auf mich zukommen wird. Ich bin froh, dass ich dies getan habe, denn das eine oder andere ’’Stützli’’ kann schon noch in die Beine gehen.
Ich bin überzeugt, dass ich für Luzern gerüstet bin und freue mich auf den Halbmarathon.

Hoffe, dass mir viele die Daumen drücken und mich unterstützen.

Bis bald in Luzern, Patricia

27.09.2010 Zurück auf der Startlinie

Am Sonntag, 26. September ist es soweit. Endlich stehe ich seit dem 31. August wieder an einer Startlinie. Mit den Männern M50 und älter und mit allen Frauen nehme ich die 12.3Km um den Pfäffikersee unter die Füsse.
Nach 300m bin ich bereits alleine. Niemand folgt meinem Tempo. So laufe ich die 12Km auf der leicht coupierten Strecke (verteilt auf Asphalt, Kieselweg und sogar kurzer Abschnitt über die Wiese) alleine. Nach 42.48 min. bleiben die Uhren im Ziel stehen.
Mit dem Lauf bin ich zu 98% zufrieden. Meine Beine fühlten sich nicht ganz so locker an. Ich konnte aber viele gute Läuferinnen klar distanzieren. Auch nach dem Wettkampf schmerzen meine Füsse nicht mehr als vorher, was für mich ganz wichtig ist.
Letzte Woche habe ich mich für den Halbmarathon in Luzern am 31. Oktober angemeldet. Nun gilt es weiter zu trainieren, damit ich dann in einer guten Form am Start stehe.

Bis bald

23.09.2010 Kurzer Rückblick

Mental habe ich die Nullnummer der EM verarbeitet. Es dauerte zwar seine Zeit aber inzwischen habe ich einen Hacken unter das Rennen gemacht.
Körperlich litt ich lange an starken Fussschmerzen. (An beiden Füssen). Viel Therapie und Geduld war angesagt. Von Woche zu Woche ging es aufwärts. Zurzeit bin ich wieder 98 % gesund. Ich muss aber noch Sorge zu meinem Körper tragen, und nach wie vor besuche ich die Therapie.
Da ich nun wieder im Aufbau bin, musste ich leider auf die Halbmarathon SM am Greifenseelauf verzichten.
So trainiere ich nun fleissig weiter und hoffe, Ende Oktober einen Halbmarathon zu absolvieren. Wenn möglich, werde ich aber schon vorher irgendwo an einem Start stehen und meine Form testen.

...ich halte Euch auf dem Laufenden.

31.07.2010 EM Marathon Barcelona

Die Schattenseiten des Sports....


Am Donnerstag, 29. Juli reisen wir Marathonläufer nach Barcelona. Am Abend essen wir noch Pasta, und dann gehen wir ins Bett. Gegen 2 Uhr erwache ich mit einer starken Migräne. Aus war es mit Schlafen. Sehr starke Schmerzen und Erbrechen begleiten mich bis Freitagmittag. An der Pressekonferenz gebe ich dann meine Migräne als kleinen Schutz bekannt.
Am Samstagmorgen, um 10.05 Uhr, stehe ich trotz allem mit Zuversicht am Start. Doch schon bald muss ich feststellen, dass es mir heute nicht locker läuft. Bei Km 15 bin ich bereits so müde, wie normalerweise bei ca 30 km. Aufgeben gibt es für mich aber nicht. Ich kämpfe weiter. Doch bei Km 30 ist es dann soweit. Schweren Herzens muss ich aussteigen. Mein EM Rennen ist vorbei. Die Kraft fehlt an diesem Tag. Meine Enttäuschung ist sehr gross.

Von herzen bedanke ich mich bei Swiss Athletics für die professionelle Betreuung, meiner Familie für das Begleiten, allen Verwandten, Bekannten und Freunden, für die Unterstützung vor dem Rennen und die aufmunternden Worte nach dem Rennen.


Bei meiner Vorbereitung würde ich nichts anders machen, denn ich war gut vorbereitet und

..... heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder, keine Frage.

Herzliche Grüsse, Patricia

18.07.2010 Farewell Team Event Barcelona 2010

Am Sonntag, 18. Juli treffen sich alle Schweizer EM Athletinnen und Athleten, Heimtrainer, Disziplintrainer Swiss Athletics, Mitglieder Zentralvorstand und Medienschaffende in Lugano. Mit dem Barcelona Lied und der Schweizer Hymne werden wir auf die EM eingestimmt.

Nach diversen Ansprachen wird jeder einzelne Athlet vorgestellt und was von Ihm/Ihr an der EM erwartet wird.
Nach dem Gruppenfoto wird noch etwas gemütlich beisammen gesessen und geplaudert bis sich dann wieder jeder auf seinen Heimweg macht. Klicken zum vergrössern













Der Tessin zeigte sich von seiner Prachtseite. Strahlend blauer Himmel, warme Temperaturen und eine wunderschöne Landschaft.
Nun bin ich froh, wenn es dann nächste Woche losgeht. Freue mich riesig auf den Wettkampf und die Atmosphäre.
Ich werde natürlich mein Bestes geben und hoffe, dass mir viele die Daumen drücken.

15.07.2010 Ein bischen Höhenluft

Vom 03.07. - 10.07.2010 verbringen meine Eltern, Kinder, Mann und ich die Zeit in Oberwald im Goms. Unser Ziel ist, noch eine Woche einige Kilometer zu absolvieren. Bei angenehmen Temperaturen, ab und zu aber etwas viel Wind, laufe ich jeden Morgen. Neben mir mein Papi/Trainier auf dem Bike. Biker und Läufer, dieses Bild kennt man schon bald auf den Gomserstrassen. Oft werden wir von Touristen angesprochen und angefeuert.

Mit den Trainings bin ich sehr zufrieden. Absolviere ich in 7 Tagen 153 km; im Vergleich zu Hause ist der Durchschnitt bei ca. 123 km.

Neben den Trainings ruhen wir und aus, unternehmen etwas und geniesen die Bergluft.

Es war eine schöne Woche. Nun bin ich wieder in Cham und absolviere noch eine mittlere Woche, bevor es dann ins Tapering geht.

Ich wünsche allen schöne und erholsame Sommerferien.

11.06.2010 10'000m Bahn Schweizermeisterschaft

Titel verteidigt und Bestzeit pulverisiert.


Am 11.06.2010 um 20.00 Uhr fällt in Uster der Startschuss über 10Km auf der Bahn (SM). Das erste Mal werden die Männer und Frauen zusammen auf die 25 Bahnrunden geschickt.
Doch schon nach 200m bin ich auf mich alleine gestellt. Die meisten Männer sind zu schnell. So laufe ich alleine Runde für Runde, bekomme alle 200m die Zwischenzeiten. Nach der Hälfte der Distanz, 5Km, zeigen die Uhren 16.28 Min. Das ist ganz schön zügig. Weiter konzentriere ich mich auf jede einzelne Runde. Nach 25 Runden bleiben die Uhren bei 33.20.66 Min stehen.


--> Siegerinterview



Dies bedeutet erneut den Meistertitel und meine Bestzeit von 34.08 Min. im Jahre 2009 gelaufen, auf 33.20.66 Min. gesenkt. Die Limite für die Europameisterschaften in Barcelona steht bei 33.20.00 Min. Beinahe hätte es gereicht. Dies wäre sehr schön gewesen, hätte aber nichts geändert. Ich würde trotzdem den Marathon bestreiten.
Obwohl mir die Männer nichts genützt haben, fand ich es toll in einem gemischten Feld zu laufen. So war doch etwas Betrieb auf der Bahn. Die Stimmung war grossartig. Eine afrikanische Trommelcombo und die Zuschauer haben uns sehr unterstützt.
Herzlichen Dank.

15.05.2010 Fläckenlauf Beromünster

Punkt 18.00 Uhr werden wir bei knapp 10 Grad und Regen auf die 12.9 Km lange Reise geschickt. Wir absolvieren einen leicht coupierten Rundkurs von 4.3Km.
Nach gut 3 Km bin ich bereits auf mich alleine gestellt. So spiele ich mit der Distanz und stelle mir vor, dass ich 1000er absolviere und nehme so einen Kilometer nach dem anderen.
Ich laufe ein regelmässiges Rennen und bei 45.21 min. bleiben die Uhren stehen. Dies bedeutet 1. Rang bei den Frauen. Es sind sogar nur 2 Männer vor mir klassiert.

Mit dem Rennen bin ich sehr zufrieden. Seit ein paar Monaten kämpfe ich mit einer leichten Verletzung. Nun habe ich aber 95 % meiner Gesundheit zurück. So bin ich natürlich froh, dass mein Körper auch der hohen Belastung eines Wettkampfes stand hielt.

Nun geht es weiter mit Trainieren und ich freue mich, dass es etwas wärmer wird.

16.04.2010 Es gibt Licht am Ende des Tunnels

Langsam geht es aufwärts. Ich spreche es im Moment so aus: 3 Stufe aufwärts und 1 Stufe rückwärts. Meiner Achillessehne und meinem linken Bein geht es besser. Für kleine Fortschritte muss ich aber sehr viel Zeit investieren. Therapien, mehrmals pro Tag eincremen und meine Übungen durchführen.
Ich bin aber im Moment so stabil, dass ich diese Woche meine Marathonvorbereitung gestartet habe. Dies freut mich natürlich und ich hoffe, dass es keinen Rückschlag mehr gibt.
Eigentlich wollte ich am Luzerner Stadtlauf und eine Woche später an der Deutschen 10’000m Bahnmeisterschaften antreten. Für diese Wettkämpfe bin ich aber noch nicht bereit. So musste ich diese Woche beide Starts absagen. Ich werde aber bald irgendwo an einem kleinen Lauf starten, damit ich wieder mal etwas Wettkampfluft schnuppere.
Meinen Beruf als Masseurin lege ich bis ins Jahr 2015 aufs Eis, damit ich mehr Zeit für die Erholung habe. Denn eine gute Erholung ist die halbe Miete, für die harten Trainings.

25.03.2010 Verzicht auf Strassen 10Km Schweizermeisterschaft

Es kann nicht immer aufwärts gehen. Mit schwerem Herzen muss ich auf meine Titelverteidigung am Samstag an der 10Km Strassen SM verzichten.

Seit meinem Halbmarathon anfangs März schmerzen mein rechter Oberschenkel und meine linke Achillessehne. Täglich geht es etwas besser aber, ein Start an einem Wettkampf ist noch zu früh.

Nun muss ich meinem Körper noch etwas Sorge geben und schon bald geht es Richtung Marathonvorbereitung.
...hoffe, nächster Eintrag ist wieder positiver.

08.03.2010 Halbmarathon Verbania

Klicken zum vergrössern Geglückter Saisonstart!


Am Sonntag, 07.03.2010 absolvierte ich bei kühlen (4 Grad) Temperaturen, etwas Wind aber wenigstens trockenen Bedingungen den Halbmarathon von Verbania nach Stresa Italien.

Bis Kilometer 5 lief ich alleine, dann schloss ein Läufer zu mir auf und ich konnte für 4 Km seine Pace halten. Bei Kilometer 9 musste ich ihn aber ziehen lassen, da es eine Spur zu schnell war. Die restlichen 12 Kilometer absolvierte ich wieder im Alleingang. Deshalb war ich umso mehr froh, dass mich mein Papi/Trainer mit dem Fahrrad begleiten durfte.


Klicken zum vergrössern
Als ich die Ziellinie überquerte blieben die Uhren bei 1.14.39 Stunden stehen. Dies bedeutete den 2. Rang hinter einer Kenianerin und vor einer Schwedin. Meine Bestzeit aus dem Jahre 1998 steigerte ich um 75 Sekunden. Wegen den schweren äusseren Bedingungen war ich mit dem Resultat sehr zufrieden und es zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.





19.02.2010 Trainingslager in Monte Gordo (P)

Eine Woche lang wie ein Profisportler leben, dies tat ich vom 05. - 12. Februar in Portugal. Bei meistens angenehmen Temperaturen und 2-mal sehr starkem Regen mit Pfützen absolvierten wir unsere Trainings in einer wunderschönen Umgebung. Von langen Dauerläufen, über Bahntraining, Intervall, Stabi bis zu sehr lockeren Läufen, alles stand auf dem Programm. Es war für mich eine schöne Abwechslung wieder einmal in einer Gruppe zu trainieren und bereitete mir grossen Spass.

Aber es wurde natürlich nicht nur trainiert. Zwischen den Trainings genossen wir das gemütliche Beisammensein in einem Kaffee oder in der Bar 42 mit der Gruppe. Es wurde viel gelacht, diskutiert und Gedanken ausgetauscht.

Mit vielen schönen Eindrücken und einer besseren Form reiste ich dann wieder in die Schweiz zurück, wo ich nun wieder Halbprofi bin.

Bei Fritz Schmocker bedanke ich mich für das topp organisierte Lager und bei der ganzen Gruppe für die unvergessliche Woche in Portugal.

01.02.2010 Zentralschweizer Sportlerwahl

Bei der Wahl zur Zentralschweizer Sportlerin erreichte ich den 8. Rang. Gegenüber 2007 konnte ich mich um 2 Ränge steigern. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. Vor mir sind ein paar ganz bekannte Sportgrössen wie die Kunstturnerin Ariella Käslin, die Skiweltcupfahrerinnen Dominique Gisin und Fabienne Suter etc. platziert. Ihnen allen gratuliere ich zu diesem Erfolg.

Herzlichen Dank an alle, die mich unterstützten und mir Ihre Stimme gaben.

Jahresrückblick 2009

Mein bis jetzt mit Abstand erfolgreichstes Jahr neigt sich dem Ende entgegen.

Mit 3 Schweizermeistertiteln innert 2 Monaten, alle Post Cup Rennen unter den 3 besten Schweizerinnen zu beenden und natürlich dem Höhepunkt, die WM in Berlin, blicke ich auf ein sehr schönes Laufjahr zurück.

Dank einem verletzungsfreien Jahr und intensiveren Trainingseinheiten konnte ich mich leistungsmässig stark steigern.

Herzlich bedanke ich mich bei meinem Hauptsponsor Raiffeisenbank Cham, meinem Ausrüstersponsor Asics, meinem Vater und Coach für das Erstellen der Trainingspläne und die Betreuung, bei Swiss Athletics, meinem Verein TV Cham und bei meiner Familie, meinem Mann und meinen 2 Kindern für die Unterstützung. Ohne Euch wäre ich nie so erfolgreich.

Vielen Dank an alle, die mich vor, während und nach den Rennen so grossartig unterstützten und mir von überall her die Daumen drückten.

Immer wieder bekomme ich kleine Gesten, welche mich jeweils sehr freuen.

Ich wünsche Euch allen im 2010 alles Gute, viel Glück und gute Gesundheit. Ich freue mich auf ein weiteres Laufjahr zusammen mit Euch.

Herzlichst Patricia

13.12.2009 Zürcher Silvesterlauf

Mit dem Zürcher Silvesterlauf steht das letzte Rennen im 2009 auf dem Programm. Der Silvesterlauf gehört auch zum Post Cup. Wie alle Post Cup Rennen ist auch dieses mit allen Schweizer Topläuferinnen und ein paar sehr guten Ausländerinnen besetzt.

Bei leichtem Schneefall und eisiger Kälte nehmen wir die 6.3 Km in Angriff. Von Anfang an kann ich gut mithalten und ich laufe immer zwischen Rang 3 und 5. Am Schluss schaut dann der 5. Gesamtrang (3. Schweizerin) heraus. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden. In Basel lief es mir aber einfacher und runder. Herzlichen Dank an alle, die mich so grossartig anfeuerten.

Am Abend findet dann die Rangverkündigung des Post Cups statt. In der Schlussabrechnung erreiche ich den 4. Schlussrang. Dies, obwohl ich nur an 4 von 7 Läufen teilnehmen konnte. Da bin ich natürlich sehr glücklich. Der Abend wird mit einem feinen Znacht und angenehmen Unterhaltungen abgeschlossen.

28.11.2009 Basler Stadtlauf

Bei angenehmen Temperaturen nahmen wir die 7.8Km in Angriff. Von Anfang an war das Tempo sehr hoch. Ich fühlte mich gut, konnte das Tempo mithalten und am Schluss spurteten Martina und ich noch um die Ränge. So erreichte ich im international besetzen Feld den 4. Schlussrang als 2. Schweizerin. Da der Basler Stadtlauf zum Post Cup zählt, konnte ich 10 Punkte auf mein Konto buchen. Vor dem letzten Lauf in Zürich liege ich nun auf dem 4. Gesamtrang.

Weihnachtsmark, eine wunderschöne Beleuchtung und die Zuschauer haben gesorgt, dass in Basel einmal mehr eine super Wettkampfstimmung herrschte. Es war eine schöne Einstimmung in die Adventszeit. Wieder an einem Wettkampf zu starten bereitete mir grosse Freude. Die anschliessende Feier im Hotel Hilton war gemütlich und der Gedankenaustausch mit den anderen Läuferinnen und Läufern war interessant.

24.11.2009 Leid und Freud

Aus gesundheitlichen Gründen (leichte Grippe) musste ich leider schweren Herzens auch Martigny und Bulle absagen. Im Moment bin ich zwar noch etwas verschnupft, hoffe aber, dass ich bis zum Samstag wieder fit bin. Denn dann steht der Basler Stadtlauf auf dem Programm.

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Anfangs November bekam ich einen Brief von Swiss Athletics der folgendermassen begann:

"Willkommen in den nationalen Kadern von Swiss Athletics. Aufgrund deiner Leistungen der vergangenen Saison wurdest du ins A-Kader aufgenommen".

Es freut mich natürlich sehr, dass ich den Sprung ins A- Kader geschafft habe. Dies gibt mir noch mehr Motivation.

In ein paar Tagen reist mein Trainer/Papi mit 60 anderen Trainern und Swiss Athletics nach Zypern an eine Schulung. Es freut mich für ihn, dass er mit nach Zypern reisen darf. Mein Trainer wird sicher viel Erfahrung sammeln und eine tolle Zeit erleben.

Nun hoffe ich, dass ich nächste Woche Positives von Basel schreiben darf!!!!!



9.11.2009 Verzicht auf Halbmarathon Tenero

Eigentlich war mein Plan, am letzten Sonntag in Tenero den Halbmarathon zu absolvieren.
Seit ein paar Wochen kämpfe ich aber mit leichten Muskelbeschwerden im Gesäss und am Oberschenkel. Ausser einer kurzen Pause im Oktober konnte ich aber planmässig trainieren, einfach mit etwas Schmerzen verbunden.

So entschied ich, den Halbmarathon nicht zu laufen, da ich keine Verletzung riskieren wollte, denn, wenn die Muskulatur schon vor dem Halbmarathon leicht angeschlagen ist, kommt es eher nicht gut.

Nun laufe ich am Samstag in Martigny einen Strassenlauf über 5035 m. Ich freue mich, nach meinem Marathon in Berlin auf die Wettkampfbühne zurück zu kehren.

30.09.2009 Viel Neues seit der WM.........

.......Am Samstag, 05. September 2009, an einem wunderschönen Spätsommertag gaben Andy und ich uns das Ja-Wort. Wir erlebten einen unvergesslichen, schönen Hochzeitstag.
Im Alltag nenne ich mich nun Patricia Bühler-Morceli, im Sport laufe ich aber immer noch unter dem Namen Patricia Morceli-Bühler

........Seit gut sechs Wochen bauen wir um. So leben wir in einer Baustelle mit viel Lärm, Staub und allem was dazu gehört. Bald haben wir es aber überstanden und wir können uns über einen schönen Anbau und Vorplatz freuen.

......Im Oktober nahm ich mir eine kurze Auszeit. Meine Kids und ich reisten für 8 Tage nach Spanien. Wir genossen es sehr. Spiel und viel Erholung stand auf dem Programm.
Bei angenehmen Temperaturen lud ich die Batterien wieder auf, das war bitter nötig, denn WM, Hochzeit und Umbau brauchte viel Energie.

24.08.2009 Empfang in Cham nach Berlin

Mein Verein der TV Cham organisiert für mich einen Überraschungsempfang als ich von der WM in Berlin nach Hause komme.
Viele Vereinsmitglieder, Verwandte, Freunde, zwei Vertreter des Gemeinderates, sind anwesend. Es ist wunderschön und ich fühle mich sehr geehrt.

Ein HERZLICHES DANKESCHÖN allen Anwesenden.

23.08.2009 Leichtathletik Weltmeisterschaft in Berlin

Am Freitag und Samstag stehen Pressetermine, Strecke mit dem Velo abfahren, Männermarathon zuschauen, Stadionbesuch und viel Erholung auf dem Programm.....

....dann endlich ist es soweit. Am Sonntag um 11.15 Uhr werden wir unter tollem Applaus auf die 42.195 Km geschickt. Es ist ein herrlicher Sommertag bei 25 Grad, die während dem Wettkampf bis auf 28 Grad ansteigen. Wir absolvieren einen Rundkurs à 10 Km (auf der letzen Runde gibt es noch eine Zusatzschlaufe). Bei Km 10 bin ich auf dem 58. Rang, die Halbmarathonstrecke absolviere ich in einer sehr schnellen Zeit auf dem 48. Rang. Bei Km 38 wird es dann richtig hart und ich bin sehr müde. Dank vielen Schweizern an der Strecke, dank allen, die mir von der Schweiz aus die Daumen drücken und dank meiner mentalen Stärke kämpfe ich mich weiter und werde sogar nochmals etwas schneller. Unter tosendem Applaus überquere ich die Ziellinie als 38. in einer Zeit von 2.39.37 Std.

Mit dem Rang und der Zeit bin ich sehr zufrieden, habe meine Erwartungen sogar übertroffen.

Der Anlass war für mich mega toll und ich kehre mit vielen unvergesslichen Eindrücken in die Schweiz zurück.

Herzlichen Dank an alle, die mich unterstützen, meinem kleinen Team, welches mich nach Berlin begleitete, meinen Sponsoren und der Swiss Athletics. Ich wurde sehr gut betreut.

Es erfüllte mich mit Stolz und grosser Freude, mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust den WM Marathon zu laufen.
Nun geht’s in die verdiente Erholung.

Meine Woche vom 02.08.09. bis 09.08.09

Am Sonntagmittag bringe ich meinen Sohn Abdurani zum Bahnhof. Er fährt für eine Woche mit dem SC Cham ins Fussballtrainingslager. Am Abend kommt Fritz vorbei und bringt mir meine Team-Kleider für die WM. Dies ist ein spezieller Moment. Es ist ein tolles Gefühl, die Kleider mit dem Schweizerkreuz in den Händen zu halten.

Am Montagmorgen ist die Crew von SF1 bei mir. Sie drehen ein Portrait über mich, welches am Abend im "Sport aktuell" ausgestrahlt wird. Es ist ein interessanter und amüsanter Morgen und am Abend ist es dann schon noch speziell, sich selber im TV zu sehen.

Ich kann noch einmal eine gute Woche intensiv trainieren. Fahrtspiel und den letzten langen Dauerlauf (30Km) stehen auf dem Programm. Am Sonntag laufe ich an der Säuliamt-Trophy eine Referenzzeit. Die Strecke ist 6.8 Km lang. Mit dem Lauf bin ich sehr zufrieden. Die WM Vorbereitung ist somit abgeschlossen. Nun folgen 2 lockere Trainingswochen!!!!!!!

24.07.2009 Ägeriseelauf

Der Ägeriseelauf steht an. Ein Rennen zu Hause, das ich die letzten zwei Jahre gewonnen habe. Da kennt man viele und man will es besonders gut machen. Zudem ist der Wettkampf mein letzter vor der WM. Im 2008 lief ich bei idealen Bedingungen Streckenrekord. Mein Ziel ist natürlich, möglichst nahe an meine letzt jährige Zeit zu laufen oder sogar etwas schneller. Doch dann, genau 10 Minuten vor dem Start beginnt es zu regnen und so bleibt es während dem ganzen Rennen. Zum Glück ist es aber nicht kalt. Nach dem Start bildet sich schon bald eine Dreiergruppe (zwei Männer und ich). Das Tempo ist von Anfang an sehr hoch. Bei jedem Kilometer gibt mir Fritz die Zwischenzeiten durch. Fritz Schmocker ist der Nationaltrainer. Er bekam die Bewilligung vom Veranstalter, dass er mich auf dem Bike begleiten darf. Bei Kilometer 5 sind wir 30 Sekunden schneller unterwegs als im 2008. Ich fühle mich sehr gut und wir halten die hohe Pace. 2 Kilometer vor dem Ziel beginnt dann der Endkampf. Ein Läufer und ich wechseln uns immer wieder mit der Führungsarbeit ab. So werden wir gegen Schluss sogar nochmals schneller. Im Ziel bleiben die Uhren bei 47.20 Minuten stehen. Wow!! 1.30 Minuten schneller als im 2008. Ich bin natürlich sehr glücklich und zufrieden. Dieses Rennen zeigt mir, dass ich auf dem rechten Weg bin und gibt mir viel Zuversicht für die WM im August.

29.06./30.06.2009 Kurztrip nach Dreien

Bernadette Meier ist eine liebe Freundin von mir. Wir kennen uns schon seit Jahren vom Laufen. Seit dem Jahr 2009 (gemeinsamer Beginn für die Marathonlimite) hat sich unsere Freundschaft noch mehr vertieft. Im Januar und April reisten wir 2 mal zusammen für 3 und 4 Tage ins Tessin in ein Kurztrainingslager. Am Montag, 29. Juni bis Dienstag 30. Juni reiste ich zu Bernadette nach Dreien. Wir absolvierten bei herrlichem Sommerwetter 3 Trainings zusammen. Es ist immer wieder schön, mal nicht alleine die Kilometer abzuspulen. Neben dem Training verbrachten wir die Zeit zusammen und sprachen über Gott und die Welt. Leider verging die Zeit wieder viel zu schnell und am Dienstagabend verabschiedeten wir uns. Einmal mehr hat es viel Spass bereitet mit Bernadette die Zeit zu verbringen, und es ist sehr schön, eine Person wie Bernadette als Freundin zu haben.

14.06.2009 Frauenlauf Bern

Schon lange bin ich nicht mehr so nervös, wie an diesem Sonntag. Das 2. Post Cup Rennen bei sehr warmen Wetter steht an. Die Distanz ist nur 5Km. Für mich als Langstreckenläuferin schon beinahe eine Sprintdistanz. Ab und zu auf die kurzen Strecken zu wechseln, finde ich eigentlich ganz toll. Punkt 11.30 Uhr werden wir auf unsere Reise geschickt. Das Tempo ist sehr hoch. Kurz vor dem 2. Kilometer muss ich die Spitze ziehen lassen. So laufe ich die restlichen 3 Kilometer alleine mein Tempo. Mit dem 5. Gesamtrang, zweitbeste Schweizerin und der Zeit bin ich sehr zufrieden. So kommen wieder 10 Post Cup Punkte auf mein Konto. Im Moment bin ich beim Post Cup auf Position 2. Die Stimmung in Bern war einmal mehr toll und ich bekam grosse Unterstützung vom Publikum. Herzlichen Dank.

21.05.2009 10'000m SM in Langenthal

Klicken zum vergrössernGut einen Monat nach dem Marathon stehe ich wieder an der Startlinie. Dieses Mal auf der Bahn an der 10000m SM. Nach 11 Jahren wieder ein Bahnrennen zu laufen, ist schon speziell. Dann ist da die Frage, was liegt bereits schon wieder drin und wie gut bin ich vom Marathon erholt.
Obwohl ich von Anfang bis zum Schluss das Rennen anführe, kann ich regelmässige Runden laufen.
Nach 25 Bahnrunden bleiben die Uhren bei 34.08.11 min. stehen. Mit dieser Zeit nehme ich den 12. Platz in der ewigen Schweizerbestenliste ein.
Innert gut 60 Tagen den 3. Schweizermeistertitel zu feiern macht mich sehr glücklich. Nun geht’s wieder auf die Marathonvorbereitung und Wettkämpfe bestreite ich nicht mehr viele bis zur WM.

26.04.2009 Zürich Marathon

Klicken zum vergrössern Zürich Marathon und Schweizermeisterschaft. Am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr machen sich Urs (mein Pacemaker) und ich uns auf die Reise von 42.195 Km mit dem Ziel, WM Limite für die Weltmeisterschaft in Berlin.
Die Vorgabe lautet 2.43 Stunden. Von Anfang bis zum Schluss können wir unser Tempo halten.
Urs macht einen super Job und es bereitet Spass mit ihm den Marathon zu absolvieren. Bei Kilometer 38 wird es dann aber doch etwas hart. Aber auch da motiviert mich Urs und das Ziel kommt in grossen Schritten entgegen. Bei 2.38.44 Stunden laufen wir über die Ziellinie.
Juhui, Schweizermeisterin und die Limite erfüllt. Berlin ich komme.
Ein Mädchentraum geht in Erfüllung.
Vielen Dank an alle, die mich an der Strecke unterstützt haben.

28.03.2009 10Km Strassen SM

Klicken zum vergrössern Die Strassen Schweizermeisterschaft im 10Km steht vor der Tür. Nach den 2 gelungenen Läufen gehe ich mit viel Zuversicht an den Start.
Nach gut 1 Km bin ich in Führung und behalte diese bis ins Ziel. Geschafft, Schweizermeisterin. Ein tolles Gefühl. Meine Bestzeit verbessere ich aus dem Vorjahr von 34.55 min. auf 33.28 min.
Nun weiss ich, dass ich für den Marathon in Zürich gerüstet bin.




21.03.2009 Kerzerslauf

Der erste Post Cup Lauf im 2009 steht an. Beim Post Cup sind meistens alle starken Schweizerinnen
und ein paar sehr gute Ausländerinnen am Start. So reisen wir nach Kerzers, wo mich ein 15 Km langer, hügeligen Parcours erwartet. Es ist schön, alle meine Laufkolleginnen zu sehen.
Es ist sonnig warm, aber etwas windig. Das Tempo ist von Anfang an sehr hoch. Bis zum 4. Kilometer kämpfe ich mich auf den 3. Rang vor. Die beiden Spitzenläuferinnen sind aber zu schnell für mich. So muss ich 11 Kilometer einsam laufen. Trotzdem kann ich ein sehr hohes Tempo laufen und bis zum Schluss gebe ich den 3. Rang nicht mehr ab.
Einen Post Cup Lauf auf dem Podest zu beenden, ist schön und speziell.

28.02.2009 Bremgarten-Reuss-Lauf

Endlich ist es soweit. Nach einem harten und kalten Winter steht am 28. Februar an einem milden Spätwintertag der erste Wettkampf im 2009, der Bremgarter Reusslauf auf dem Programm.
Eine 11 Km flache Strecke führt durch Bremgarten. Bis Kilometer 6 laufen Tsige Worku und ich fast Schulter an Schulter. Ab Kilometer 6 kann Sie meine Pace nicht mehr halten und ich übernehme die Spitze, welche ich bis ins Ziel nicht mehr abgebe. Mit dem Rennen und der Zeit bin ich sehr zufrieden.
Das erste Rennen im 2009 mit einem Sieg zu starten ist ein schönes Gefühl.


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